Braunschweig. Am heutigen Mittwoch beginnt vor dem Landgericht Braunschweig der Prozess gegen zwei 23-Jährige, denen versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen wird. Das geht aus der Pressevorschau des Landgerichts hervor.
Die beiden Angeklagten, die derzeit in Untersuchungshaft sitzen, sollen am 29. September letzten Jahres in Braunschweig den Geschädigten unter einem Vorwand in eine Falle gelockt haben, um ihn zu verprügeln, wobei das Motiv hierfür unklar sei.
Ins Gesicht getreten
Die Angeklagten hätten ihr Opfer mit dem Auto abgeholt und ihm vorgegaukelt, dass er als Streitschlichter zwischen den Beiden fungieren solle. Der eine Angeklagte habe den Geschädigten nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug von hinten ergriffen und zu Boden gedrückt, woraus ein Gerangel entstanden sei. Der andere Angeklagte habe die Gelegenheit genutzt und dem Geschädigten mit dem Fuß ins Gesicht getreten.
In der Folgezeit hätten die beiden Angeklagten zunächst durch Tritte und Schläge auf den Geschädigten eingewirkt. Schließlich habe einer der Angeklagten einen Baseballschläger aus dem Auto geholt. Mit diesem sollen beide Angeklagte unter anderem auf den Kopf des Geschädigten geschlagen haben. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätten sie den Tod des Opfers billigend in Kauf genommen, so die Anklage.
Zwei Zeugen griffen ein
Das Opfer habe vor Schmerzen und laut um Hilfe geschrien. Zwei Zeugen hätten sich schließlich mit einem Auto zum Tatort begeben, woraufhin die Angeklagten geflüchtet seien.
Fortsetzungstermine sind für den 1. und 17. Juli sowie 10. und 17. August vorgesehen.

