Braunschweig. Während in Braunschweig in der Halloween-Nacht vielerorts ausgelassen und überwiegend friedlich gefeiert wurde, kam es im Millennium Event Center (MEC) in den frühen Morgenstunden des 1. November zu mehreren unschönen Zwischenfällen. Besonders eine 30-jährige Besucherin sorgte dabei für einen Polizeieinsatz, der gleich zwei Verletzte zur Folge hatte.
Laut Polizei verlief die Halloween-Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November im gesamten Stadtgebiet weitgehend ruhig. Auf den zahlreichen Veranstaltungen und privaten Feiern wurde ausgelassen gefeiert, ohne dass die Einsatzkräfte ein außergewöhnlich hohes Einsatzaufkommen verzeichneten. Eine Ausnahme bildete allerdings die Halloween-Party im Millennium Event Center.
Streitigkeiten beenden Halloween-Party vorzeitig
Dort war es im Verlauf der Nacht offenbar zu mehreren Streitigkeiten und Auseinandersetzungen zwischen Gästen gekommen. Angesichts der zunehmenden Unruhe entschied sich der Veranstalter schließlich, die Veranstaltung am frühen Sonntagmorgen gegen 3:45 Uhr vorzeitig zu beenden. Der anwesende Sicherheitsdienst begann daraufhin damit, die Räumlichkeiten zu räumen.
Dabei geriet insbesondere eine 30-jährige Besucherin in den Fokus. Die Frau sollte von Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes aus dem Gebäude begleitet werden, nachdem sie zuvor auf einem Flur innerhalb des MEC uriniert hatte. Mit der Aufforderung, die Veranstaltung zu verlassen, zeigte sie sich jedoch offenbar überhaupt nicht einverstanden. Statt das Gebäude freiwillig zu verlassen, biss sie einem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes kräftig in den Oberschenkel. Dieser erlitt dadurch eine nicht unerhebliche Bissverletzung.
Auch gegenüber der Polizei völlig aggressiv
Als die alarmierten Polizeikräfte am MEC eintrafen, beruhigte sich die Situation keineswegs. Die 30-Jährige zeigte sich auch gegenüber den Beamtinnen und Beamten äußerst unkooperativ und aggressiv. Neben fortwährenden Beleidigungen kam es zu einem weiteren körperlichen Angriff: Die Frau biss einem 27-jährigen Polizeibeamten in die Hand.
Aufgrund ihres anhaltend aggressiven Verhaltens mussten die Einsatzkräfte die Frau schließlich in Polizeigewahrsam bringen. Dort wurde ihr eine Blutprobe entnommen. Nach Einschätzung der Polizei stand die 30-Jährige offensichtlich unter dem Einfluss von Alkohol und möglicherweise weiteren berauschenden Substanzen.
Mehrere Strafverfahren eingeleitet
Die Frau muss sich nun wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung verantworten. Entsprechende Strafverfahren wurden eingeleitet.

