Herzpatienten kann man jetzt am Klinikum Braunschweig gezielter behandeln

Eines der Herzkatheterlabore wurde mit neuester Technik ausgestattet. Das Klinikum reagiert damit auf steigende Fallzahlen.

Präsentieren das mordernisierte Herzkatheterlabor (v. l.): Oberarzt Dr. Andreas Klumb, Leiter der Herzkatheterlabore; Ana-Maria Ayala-Vargas, Koordinatorin im Herzkatheterlabor und Prof. Dr. Tibor Kempf, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Intensivmedizin.
Präsentieren das mordernisierte Herzkatheterlabor (v. l.): Oberarzt Dr. Andreas Klumb, Leiter der Herzkatheterlabore; Ana-Maria Ayala-Vargas, Koordinatorin im Herzkatheterlabor und Prof. Dr. Tibor Kempf, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Intensivmedizin. | Foto: skbs / Kevin Galasso

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Braunschweig. Das Städtische Klinikum Braunschweig (skbs) hat eines seiner Herzkatheterlabore mit einer Angiographieanlage der neuesten Generation modernisiert. Sie soll die Diagnostik und Behandlung koronarer Herzerkrankungen künftig präziser machen. Das Klinikum reagiert damit auf steigende Fallzahlen, heißt es in einer Pressemitteilung.



Die neue Technik verbindet die Darstellung der Herzkranzgefäße mit einer intravaskulären Bildgebung und der direkten Bewertung von Gefäßengstellen – und das direkt im Herzkatheterlabor.

Eine geringere Strahlenbelastung


Entscheidend daran ist, dass bereits anhand der Angiographiebilder bestimmt werden kann, ob eine Gefäßengstelle tatsächlich behandelt werden muss. Für die Ärztinnen und Ärzte der Kardiologie am skbs stellt dies eine wichtige, zusätzliche Entscheidungsgrundlage dar, für Patientinnen und Patienten bedeutet das eine geringere Strahlenbelastung.

„Wir können koronare Herzerkrankungen damit präziser diagnostizieren und gezielter behandeln", erklärt Chefarzt Prof. Dr. Tibor Kempf, Klinik für Kardiologie und Intensivmedizin am skbs. „Entscheidend ist für uns nicht die neue Technik an sich, sondern dass wir für jede Patientin und jeden Patienten noch besser entscheiden können, welche Behandlung wirklich notwendig ist", ergänzt Oberarzt Andreas Klumb, Leiter der Herzkatheterlabore.

Steigende Fallzahlen begründen die Investition


Die Modernisierung folgt damit einer wachsenden Zahl an Herzkatheteruntersuchungen am skbs. Für 2026 rechnet die Klinik mit bis zu 2.500 Untersuchungen. Mit der Investition baue das Klinikum seine interventionelle Kardiologie und seine Rolle als kardiologischer Maximalversorger für die Region weiter aus.