Dieser Eichenwald soll erhalten bleiben und sich weiterentwickeln

Zur Entwicklung wertvoller Eichenlebensräume im Timmerlaher Busch finden bald forstliche Maßnahmen statt. Dabei werden auch Bäume gefällt.

Eichen bei Braunschweig sollen erhalten bleiben.
Eichen bei Braunschweig sollen erhalten bleiben. | Foto: Niedersächsische Landesforsten / NLF

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Braunschweig. Im Timmerlaher Busch, einem an die Weststadt von Braunschweig angrenzenden Wald, stehen die Eichen im Mittelpunkt von Forstwirtschaft und Naturschutz. Um die wertvollen Eichenbestände zu erhalten und weiterzuentwickeln, führt das Forstamt Wolfenbüttel der Niedersächsischen Landesforsten in den kommenden Wochen forstliche Maßnahmen durch. Ziel ist die langfristige Sicherung und Entwicklung der wertvollen Eichenlebensräume. Das kündigen die Niedersächsischen Landesforsten in einer Pressemitteilung an.



Die Eiche ist im Timmerlaher Busch eine prägende und ökologisch besonders wichtige Baumart. Alte Eichen und die von ihnen geprägten Lebensräume bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten geeignete Bedingungen. Damit diese besonderen Lebensräume auch langfristig erhalten bleiben, ist es notwendig, rechtzeitig für die nächste Generation von Eichen zu sorgen.

Lichtungshiebe sind vorgesehen


Eine der dafür vorgesehenen forstlichen Arbeiten zur Waldentwicklung sind zwei sogenannte Lichtungshiebe. Dabei werden gezielt Bäume entnommen, um mehr Licht und Raum für die Verjüngung der Eichen zu schaffen. Zusätzlich werden Teile des Unterstands, also jüngere Bäume unterhalb der alten Eichen, entnommen. So erhalten die lichtliebenden Eichen bessere Bedingungen zum Wachsen und für ihre weitere Entwicklung.

Auch einzelne ältere Eichen werden im Zuge der Arbeiten entnommen. Aus ihnen werden später nachhaltige Holzprodukte gefertigt. Gleichzeitig bleiben ausgewählte Habitatbäume bewusst stehen. Diese Bäume können aufgrund ihres Alters, ihrer Struktur oder besonderer Merkmale wichtige Lebensräume für Vögel, Fledermäuse, Insekten und andere Organismen bieten. Darüber hinaus ist auf der Fläche des ehemaligen Kletterparks die Durchforstung eines rund 75-jährigen Eichenbestandes vorgesehen. Auch diese forstwirtschaftliche Maßnahme ist langfristig gedacht und trägt zur Stabilität und Entwicklung der verbleibenden und zukünftigen Eichen bei. Zusätzlich zur natürlichen Verjüngung sollen im kommenden Frühjahr junge Eichen gepflanzt werden. Voraussetzung dafür sind geeignete Witterungsbedingungen, damit das Anwachsen der kleinen Bäume möglichst gut gelingt.

„Unser Ziel ist es, die Eichenlebensräume im Timmerlaher Busch langfristig zu erhalten und gleichzeitig die nächste Generation dieser besonderen Bäume zu entwickeln. Forstwirtschaft und Naturschutz gehen dabei Hand in Hand“, erklärt Roland Güthenke, Revierförster im Forstamt Wolfenbüttel. Die geplanten Arbeiten sind mit der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Braunschweig abgestimmt.