Braunschweig. Der Erweiterungsbau des Gymnasiums Ricarda-Huch-Schule ist fertiggestellt und geht pünktlich mit dem Schulbeginn nach den Ferien in Betrieb. Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum hat am heutigen Montag den symbolischen Schlüssel zur Eröffnung übergeben. Das berichtet die Stadt Braunschweig in einer Pressemitteilung.
Der OB: "Der Erweiterungsbau des Gymnasiums Ricarda-Huch-Schule ist eine wichtige Investition in die Zukunft unserer Kinder und die unserer Stadt. Das Gebäude schafft mehr Raum für Bildung, Kreativität und Gemeinschaft. Die Bildungsinfrastruktur unserer Stadt zukunftsfest zu gestalten, steht im Fokus unseres Hochbauprogramms. Wir machen unsere Schulen fit für die kommenden Generationen, mit bestmöglichen Lern- und Betreuungsbedingungen. Nur so bleiben wir als Wohn- und Arbeitsort für Familien attraktiv."
Gliesmarode als Ausweichquartier
Die Wiedereinführung von G9 und der steigende Bedarf an Gymnasialplätzen erforderten eine Erweiterung der Ricarda-Huch-Schule auf fünf Züge. Bis zu den Sommerferien nutzte das Gymnasium Räume in der Grundschule Gliesmarode. Diese benötigt aber künftig aufgrund der Entwicklung des Baugebiets "Kurzekampstraße-Südwest" mehr Platz.
So wurde an der Mendelssohnstraße termingerecht innerhalb von zwei Jahren ein mehrgeschossiger Erweiterungsbau für die Ricarda-Huch-Schule errichtet, der 20 allgemeine Unterrichtsräume, Differenzierungsräume, Musik- und Kunsträume, eine Mediathek, Bereiche für den Ganztagsbetrieb, eine Aula und weitere Einrichtungen umfasst.
Aula als externe Versammlungsstätte
Die Aula kann auch als externe Versammlungsstätte genutzt werden. Sie bietet Platz für Veranstaltungen mit bis zu 342 Sitzplätzen und eine Ausstattung mit einer modernen und vielseitig einsetzbaren, theatergerechten Medientechnik. Verschiedenste Beleuchtungs-Szenarien lassen sich programmieren, Musik-, Tanz- und auch reine Sprachvorführungen können individuell gesteuert und unterstützt werden, und schließlich kann die Aula komplett verdunkelt werden. Das vorgelagerte Foyer bietet mit der großzügigen Sitztreppenanlage zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten.
Die Fassadengestaltung des Neubaus harmoniert mit dem Bestandsgebäude, wobei die Aula durch eine große Fassadenöffnung hervorsticht. Zusätzliche Sitzgelegenheiten und Spielgeräte zeichnen die Außenflächen jetzt aus. Auch eine Kletterwand wurde gebaut, die ein besonderer Wunsch der Schule war. Restarbeiten in den Außenanlagen werden zu den Herbstferien fertiggestellt werden, wie zum Beispiel auch die Versickerungsmulden zur fast vollständigen Versickerung des Regenwassers auf dem Grundstück. 23 sogenannte Klima-Bäume, Hecken, Büsche und zirka 260 Quadratmeter Fassadenbegrünung werden in der herbstlichen Pflanzzeit noch ergänzt.
Umwidmungen im Bestand
Umwidmungen im Bestand ergänzen den Erweiterungsbau, um den Fachraumbedarf zu decken, die Unterrichtsräume spezifischen Zwecken anzupassen oder Büros zu schaffen.
Der Neubau wurde als Niedrigenergiehaus errichtet, mit Photovoltaikanlage und Dachbegrünung. Eine Zertifizierung des Nachhaltigkeitsstandards ist nach DGNB-Silber vorgesehen. Barrierefreiheit wurde umfassend berücksichtigt, mit einem Aufzug und mehreren barrierefreien WCs. Es werden 250 zusätzliche Fahrradeinstellplätze geschaffen. Die Baukosten liegen insgesamt bei rund 30,9 Millionen Euro. Das Projekt wird im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude mit einem Zuschuss in Höhe von 1,28 Millionen Euro gefördert.
Betrieb durch externe Firma
Die Umsetzung des Schulneubaus erfolgt im Rahmen eines partnerschaftlichen Modells mit der Firma Hochtief PPP-Schulpartner Braunschweig GmbH, die neben dem kompletten Neubau von Schule und Außenanlagen auch anschließend den Betrieb des Schulgebäudes im Rahmen des laufenden Schul-PPP-Projektes verantwortet.

