Landkreis Gifhorn. Am Samstag kam es zu drei Feuerwehreinsätzen im Landkreis Gifhorn beziehungsweise im Grenzgebiet zur Stadt Braunschweig aufgrund von Wald- und Vegetationsbränden. Darüber berichtet die Kreisfeuerwehr Gifhorn in Pressemitteilungen.
Am Samstagnachmittag, gegen 14:40 Uhr, wurden mehrere Feuerwehren zu einem Vegetationsbrand auf einem Waldgrundstück zwischen Meine und Wedelheine alarmiert. Während laufender Grünpflegearbeiten wurde der Brand entdeckt.
Temperaturen von fast 30 Grad
Bei Außentemperaturen von knapp 30 Grad Celsius sowie leichtem Wind bestand die Gefahr, dass sich das Feuer rasch auf den angrenzenden Waldbereich ausbreitet. Die Einsatzkräfte leiteten umgehend einen Löschangriff mit mehreren Strahlrohren ein. Durch das koordinierte Vorgehen konnte der Brand auf eine Fläche von rund 300 Quadratmetern begrenzt werden.
Die Lage vor Ort gestaltete sich insbesondere durch die schwierige Zuwegung und die notwendige Wasserversorgung anspruchsvoll. „Das Gelände war nur schwer erreichbar. Gleichzeitig mussten wir eine zuverlässige Wasserversorgung im Pendelverkehr sicherstellen, was bei solchen Einsätzen immer eine besondere Herausforderung darstellt“, erläuterte Einsatzleiter Sven Döhrmann.
Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen
Da sich der Brand in unwegsamem Gelände befand, wurde die Wasserversorgung über einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen sichergestellt. Die Wasserentnahmestelle befand sich auf der L321 zwischen Meine und Wedelheine am Abzweig nach Ohnorst. Hierdurch kam es zeitweise zu leichten Verkehrsbehinderungen. Insgesamt waren rund 40 Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren im Einsatz.
Böschungsbrand am I. Koppelweg
Ebenfalls am Samstagnachmittag, gegen 15:35 Uhr, wurden die Feuerwehren aus Gifhorn, Wilsche und Kästorf zu einem Böschungsbrand am I. Koppelweg in Gifhorn alarmiert. Beim Eintreffen des Brandmeisters vom Dienst, Denis Domeier, standen entlang eines Feldweges bereits rund 100 Meter Böschung auf einer Breite von etwa fünf Metern in Flammen.
Durch die Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehr Gifhorn wurde umgehend mit mehreren Strahlrohren von beiden Seiten eine Brandbekämpfung eingeleitet. Die Tanklöschfahrzeuge aus Wilsche und Kästorf unterstützten dabei die Wasserversorgung und stellten im Pendelverkehr die kontinuierliche Versorgung der Einsatzstelle sicher.
Wasserversorgung über einen Hydranten
Die Wasserversorgung erfolgte über einen Hydranten am Sportplatz in Dannenbüttel. Von dort wurde das Löschwasser zur Einsatzstelle transportiert. Das Feuer wurde zunächst durch einen aufmerksamen Landwirt entdeckt und gemeldet. Zusätzlich erfolgte eine Lagemeldung aus der Luft durch den Feuerwehr Flugdienst, der die Rauchentwicklung erkannte und unmittelbar an die Leitstelle weitergab.
Durch das schnelle und koordinierte Eingreifen der Einsatzkräfte konnte der Brand zügig unter Kontrolle gebracht und schließlich gelöscht werden. Insgesamt kamen dabei rund 11.000 Liter Wasser zum Einsatz. Zur Brandursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.
Waldbrand an der Stadtgrenze
Gegen 17:15 Uhr wurden dann die Ortsfeuerwehren Bechtsbüttel, Abbesbüttel und Meine zu einem Vegetations- und Waldbrand nahe Bechtsbüttel alarmiert, an der Stadtgrenze zwischen dem Landkreis Gifhorn und der Stadt Braunschweig. Auf einer Fläche von rund 300 bis 350 Quadratmetern brannte eine Waldschonung. Die Einsatzleitung lag bei der Berufsfeuerwehr Braunschweig.
Neben den Ortsfeuerwehren aus der Samtgemeinde Papenteich wirkten auch die Freiwilligen Feuerwehren Bienrode, Bevenrode, Leiferde und Waggum aus dem Stadtgebiet Braunschweig an der Einsatzstelle mit. Steffen Brandt koordinierte die Kräfte der Ortsfeuerwehren aus der Samtgemeinde Papenteich vor Ort. Im weiteren Einsatzverlauf wurden die Ortsfeuerwehren Abbesbüttel und Meine frühzeitig aus dem Einsatz entlassen. Die Ortsfeuerwehr Bechtsbüttel verblieb an der Einsatzstelle und unterstützte abschließend beim Wiederbefüllen der Tanklöschfahrzeuge. Die Wasserentnahme erfolgte an einem Hydranten am Ortsrand von Bechtsbüttel in Richtung Sandsee.
Gegen 19:15 Uhr kehrten alle Gifhorner Kräfte in ihre Gerätehäuser zurück. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache und Schadenshöhe aufgenommen.
"Grenzüberschreitender Einsatz"
„Der Einsatz bei Bechtsbüttel war an diesem Tag einer von insgesamt drei Waldbrandeinsätzen, zu denen die Feuerwehren im Landkreis Gifhorn ausrückten. Das zeigt deutlich, wie rasch die Lage bei anhaltender Trockenheit kippen kann. Dass unsere Kräfte dabei auch im grenzüberschreitenden Einsatz mit der Berufsfeuerwehr Braunschweig und den Braunschweiger Ortsfeuerwehren reibungslos zusammenwirkten, ist keine Selbstverständlichkeit und spricht für die Einsatzstärke aller Beteiligten", ordnete Tobias Nadjib, Pressesprecher der Kreisfeuerwehr Gifhorn, den Einsatz ein.



