Stadt reagiert auf Trockenheit: Wassernutzung wird eingeschränkt

In einer Allgemeinverfügung ist geregelt, was zu welcher Zeit erlaubt ist und was nicht.

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Braunschweig. Die Beregnung von landwirtschaftlichen Flächen, öffentlichen und privaten Grünflächen wie Parkanlagen und Gärten sowie von Sportanlagen wie Fußball- oder Golfplätzen im Gebiet der Stadt Braunschweig ist ab morgen, Freitag, 17. Juli täglich in der Zeit von 12 Uhr bis 18 Uhr untersagt, wenn ab 11 Uhr eine Temperatur von mehr als 20 Grad Celsius herrscht.



Dies hat die Stadt Braunschweig am heutigen Donnerstag per im Internet veröffentlichter Allgemeinverfügung bestimmt (komplette Fassung mit Begründung unter www.braunschweig.de/oeffentliche-bekanntmachungen). Darauf weist die Stadt Braunschweig in einer Pressemitteilung hin.

Bis Ende September


Die Untersagung gilt für Wasserentnahmen aus Brunnen und Oberflächengewässern sowie für Beregnungen mit gültiger wasserrechtlicher Erlaubnis. Sie umfasst Schlauchtrommelberegnungsanlagen, Trommelberegnungssysteme mit Großflächenregnern (Beregnungskanonen) und Rasensprenger. Sie gilt bis zum 30. September.

Mit der Verfügung wird die Beregnung der genannten Flächen mit Wasser aus Brunnen und Oberflächengewässern zu den Zeiten der größten Tageshitze untersagt, weil das ausgebrachte Wasser zu großen Teilen verdunstet. Außerhalb dieser Zeit von 12 bis 18 Uhr ist sie weiterhin gestattet.

Es gibt Ausnahmen


Die Bewässerung zum Beispiel von Beeten mit Schlauch oder Brause ist von diesem Verbot nicht umfasst. Ausgenommen sind weiterhin Forschungseinrichtungen, die auf eine Beregnung in der Zeit von 12 bis 18 Uhr angewiesen sind und dies dokumentieren können. Nicht von der Verfügung betroffen ist zudem die Bewässerung mit kostenpflichtigem Trinkwasser.

Viele kleinere Gewässer sind aufgrund der geringen Niederschläge und der gesunkenen Grundwasserstände trockengefallen, andere weisen nur noch eine sehr geringe Wasserführung von wenigen Litern pro Sekunde auf. In mehr als der Hälfte der mit Messgeräten ausgestatteten Messstellen unterschreiten die Grundwasserstände den Normalbereich.

Keine Entspannung in Sicht


Mit einer Entspannung der aktuellen Situation ist aufgrund der prognostizierten Wetterdaten nicht zu rechnen. Die Grundwasserstände werden aller Voraussicht nach auf einem niedrigen Niveau verharren oder weiter sinken, da in der Vegetationsperiode bei hohen Temperaturen nur bei langanhaltenden und intensiven Niederschlägen eine Grundwasserneubildung stattfindet. Die Grundwasserstände würden auch erst mit einer zeitlichen Verzögerung auf gefallene Niederschläge reagieren. Deshalb ist ein sparsamer Umgang mit Wasser geboten.

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