Braunschweig. Am vergangenen Montag fanden zum dritten Mal Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Klinikdienste Braunschweig statt. Doch wie die Gewerkschaft ver.di nun in einer Pressemitteilung schreibt, habe die Geschäftsführung trotz zahlreicher Sondierungsgespräche bislang kein Angebot vorgelegt. Aus diesem Grund wolle man mit einer Aktion bei der konstituierenden Sitzung des Stadtrats am 10. November auf die Situation aufmerksam machen.
Auch mit den Fraktionen des Stadtrats von SPD, CDU, Grüne und Linke sowie dem Oberbürgermeister hätten bereits Gespräche stattgefunden. Gewerkschaftssekretär Bruno Gerkens erklärt dazu: „Wir wissen um die schwierige Haushaltslage. Deshalb haben wir uns von Anfang an kompromissbereit gezeigt und sind der Arbeitgeberseite und der Stadt weit entgegengekommen. Die Servicekräfte der Stadt haben die leeren Kassen nicht verschuldet. Am Ende ist es eine politische Entscheidung: Will Braunschweig, dass die Servicekräfte der Stadt weiterhin zu Armutslöhnen bezahlt werden? Die Stadt kann den Weg für eine Lösung ebnen, indem sie dem Klinikum entsprechende finanzielle Spielräume einräumt.“
Warnstreik geplant
Die Beschäftigten werden bei der konstituierenden Sitzung des Stadtrats am 10. November im Rahmen eines Warnstreiks Präsenz zeigen und für eine politische Lösung werben, wie die Gewerkschaft ankündigt.

