Verhandlungsrunden im Handel: Morgen gibt es erste Warnstreiks

Die Gewerkschaft ver.di ruft auch für Braunschweig zu ersten Warnstreiks auf.

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Symbolbild. | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Braunschweig. Am morgigen Mittwoch kann es zu Streiks im Einzel- und Großhandel in Braunschweig kommen. Das teilt die Gewerkschaft ver.di mit, die dazu aufgerufen hat. Grund sei eine ergebnislose erste Verhandlungsrunde mit dem Handelsverband.



Die ersten Verhandlungsrunden zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und dem Handelsverband Niedersachsen-Bremen sowohl für den Einzel-, als auch für den Großhandel seien ohne Ergebnis geblieben, erklärt ver.di in einer Pressemitteilung. Deshalb rufe die Gewerkschaft die Beschäftigten am morgigen Mittwoch, 13. Mai, zu ersten Warnstreiks auf.

Arbeitsniederlegungen gibt es unter anderem in Braunschweig und im Edeka-Lager in Lauenau, teilt ver.di mit. „Die Arbeitgeber sind jeweils ohne Angebot in diese Runde gegangen und haben daran festgehalten. Das ist ein klares Signal mangelnder Wertschätzung an die Beschäftigten. Damit bleiben die Erwartungen der Kolleg*innen zunächst unbeantwortet“, sagt ver.di-Verhandlungsführerin Sabine Gatz.

In diesem Zusammenhang verweist ver.di auf die anhaltende Belastung durch steigende Lebenshaltungskosten. Die Inflation lag im April 2026 in Niedersachsen insgesamt bei 3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Energie verteuerte sich um 11 Prozent. Diese Entwicklung wirkt sich unmittelbar auf den Alltag der Beschäftigten aus. „Mehr als 60 Prozent der Beschäftigten arbeiten in Teilzeit, oftmals Frauen, viele von ihnen sind alleinerziehend. Steigende Kosten, etwa für Mobilität, führen dazu, dass an anderer Stelle eingespart werden muss. Das betrifft auch den Einkauf von Lebensmitteln und damit die Qualität der Ernährung im Alltag. Es braucht jetzt ein Angebot, das diese Realität berücksichtigt“, sagt Gatz weiter.

ver.di fordert für die Beschäftigten im Einzelhandel eine tabellenwirksame Erhöhung der Löhne und Gehälter um 7 Prozent, mindestens jedoch um 225 Euro. Darüber hinaus setzt sich die Gewerkschaft für einen rentenfesten Mindeststundenlohn von 14,90 Euro ein sowie für eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150 Euro. Die Laufzeit der Tarifverträge soll 12 Monate betragen.

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