ver.di ruft zu Warnstreiks bei der Postbank auf

In Niedersachsen und Bremen sind rund 300 Mitarbeiter zum Warnstreik aufgerufen. Es ist deshalb mit Einschränkungen für die Kunden bis hin zu geschlossenen Filialen zu rechnen.

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Symbolfoto | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Region. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft in der laufenden Tarifrunde bei der Postbank zu ersten Warnstreiks im Filialvertrieb auch in Niedersachsen und Bremen auf. Das geht aus einer Presseinformation am heutigen Dienstag hervor.



Die Arbeitsniederlegungen seien laut ver.di für Donnerstag, den 30. April und Samstag, den 2. Mai, geplant. Bundesweit sind Beschäftigte der Postbank Filialvertrieb AG zur Teilnahme aufgerufen. In Niedersachsen und Bremen sind rund 300 Mitarbeiter zum Warnstreik aufgerufen. Es ist deshalb mit Einschränkungen für die Kunden bis hin zu geschlossenen Filialen zu rechnen. Kundgebungen sind nicht geplant.

Das fordert die Gewerkschaft


Hintergrund seien die bislang ergebnislosen Tarifverhandlungen für die insgesamt rund 9.000 Beschäftigten der ehemaligen Postbank im Deutsche-Bank-Konzern. ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde eine Erhöhung der Gehälter um acht Prozent, mindestens jedoch 300 Euro pro Monat, sowie 200 Euro mehr Ausbildungsvergütung. „Die Beschäftigten erwarten ein deutliches Signal der Anerkennung. Stattdessen hat die Arbeitgeberseite bislang ein Angebot vorgelegt, das weder die wirtschaftliche Lage der Deutschen Bank noch die hohe Belastung in den Betrieben widerspiegelt“, sagt Jan Duscheck, ver.di-Verhandlungsführer für die Postbank-Tarifverträge.

Neben der Entgeltentwicklung stehen in der Tarifrunde auch Fragen der Transformation der Privatkundenbank im Mittelpunkt. Die Integration der Postbank in die Deutsche Bank sowie Filialschließungen und organisatorische Veränderungen sorgen in vielen Bereichen für Unsicherheit unter den Beschäftigten. „Mit den Warnstreiks machen die Beschäftigten deutlich, dass sie bereit sind, für faire Einkommen und verlässliche Perspektiven einzutreten“, so Duscheck. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 18. Mai 2026 in Frankfurt am Main angesetzt.