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Viel älter als die DDR: 46 Jugendliche erhalten Jugendweihe

von Alexander Dontscheff


Die 46 Jugendlichen gemeinsam auf der Bühne. Fotos und Podcast: Alexander Dontscheff
Die 46 Jugendlichen gemeinsam auf der Bühne. Fotos und Podcast: Alexander Dontscheff Foto: Alexander Dontscheff

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21.04.2018

Braunschweig. In Anwesenheit von über 400 Gästen erhielten am heutigen Samstag 46 Jugendliche in der Stadthalle die Jugendweihe. Die nichtchristliche und religionsfreie Alternative zur evangelischen Konfirmation oder katholischen Firmung gebe es im Braunschweiger Land schon seit über 100 Jahren, betonte Oberbürgermeister Ulrich Markurth in seiner Gastrede.


"Jugendweihe? Das stammt doch aus der DDR? Nein, die Jugendweihe ist schon viel länger ein wichtiger Bestandteil weltlicher Feierkultur, welche den Übergang vom Jugend- ins Erwachsenenalter kennzeichnet", heißt es in der Pressemitteilung der Organisatoren,der Naturfreundejugend Braunschweig (NFJ), der Deutsche Freidenker Verband Niedersachsen (DFV) und der Humanistische Verband Niedersachsen (HVD). Diese veranstalten jährlich, anknüpfend an eine über hundertjährige Tradition der Braunschweiger Freidenker, die Jugendweihe in unserer Region.

In Vorbereitung auf die heutige gemeinsame Jugendfeier,hatten die Mädchen und Jungen ab dem 14. Lebensjahr an mehreren Wochenenden Fahrten in den Harz unternommenund dort kleine Workshops zu Themen wie Philosophie, Ökonomie, Geschichte und Vorurteileveranstaltet und an Aktionen wie Kistenklettern, Bogenschießen, Nachtwanderungteilgenommen.


Die Urkunden wurden feierlich überreicht. Foto: Dontscheff



Im Rahmen der Feierstunde gab es auch selbsterstellte Videos der Teilnehmer zu sehen und die Jugendlichen berichteten von ihren Erlebnissen während der Vorbereitung. Vor der Überreichung der Urkunde hielt Oberbürgermeister Ulrich Markurth die Festrede, wofür er sogar den SPD-Bundesparteitag hinten anstellte. Er selbst sei seinerzeit konfirmiert worden, aber er wisse natürlich um die lange Tradition der Jugendweihe. In dieser Zeit seien Freundschaften entstanden, von denen einige bis heute gehalten hätten.


Der Congress Saal der Stadthalle war gut gefüllt. Foto: Dontscheff



Der Oberbürgermeister schlug aber auch ernste Töne an, etwa die neuen Anforderungen der Digitalisierungoder die ungerechte Verteilung in Deutschland und auf der Welt. Wichtig sei es, feste Werte zu bewahren, auf Freunde zählen zu können und letztlich niemals aufzugeben.

Auszüge aus Markurths Festrede


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Ulrich Markurth hielt die Festrede. Foto: Dontscheff



Wandel und Werte:

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Eine Frage der Gerechtigkeit:

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Niemals aufgeben:

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Weitere Bilder von der Jugendweihe:


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