Braunschweig. Blaues Licht, Nebel und zwei Gesichter hinter Masken: GeeGees machten es dem Publikum im KufA Haus zunächst schwer, ihre Konturen auszumachen. Bei ihren Ansagen waren die beiden dagegen deutlich. Zur musikalischen Einordnung bemühten sie das Bild eines Autoscooters samt Wodka-E. Der Veranstalter hatte ihren Mix aus Punk, Kirmestechno und Schlager bereits angekündigt.
Zwischen den politischen Spitzen blieb Platz für eine andere Botschaft. „Wir sind voll konstruktiv und so“, erklärten GeeGees und kündigten ein Liebeslied an. Es gehe darum, eine oft schwer erträgliche Welt gemeinsam mit den Menschen besser auszuhalten, die man liebt. Partnerschaften und Freundschaften gehörten für sie ausdrücklich dazu. Die Forderung: mehr Zärtlichkeit. Auch ihren vermeintlichen Gästen widmeten sie eine Ansage: Die „guten Freunde von Alles Scheiße“ seien ausgesprochen scheu und versteckten sich bei Auftritten grundsätzlich unter der Bühne oder im Nebenraum. „Also wundert euch nicht, wenn ihr sie hören könnt, aber nicht sehen könnt.“
Acht Eimer Hühnerherzen treffen in Braunschweig auf bestens aufgelegtes Publikum
Anschließend übernahmen Acht Eimer Hühnerherzen. Sängerin und Gitarristin Apocalypse Vega, Bassist Herr Bottrop und Schlagzeuger Bene Diktator bilden das halbakustische Trio aus Berlin. Im ausverkauften KufA Haus trafen sie auf ein bestens aufgelegtes Publikum.
Der Braunschweiger Auftritt gehörte zur Tour „jetzt, nicht später“. Dabei hatte die Band nach eigener Darstellung zunächst über ein konzertfreies Jahr nachgedacht. Aus den Ferien wurde nichts: Noch offene Anfragen, zugesagte Auftritte und die eigene Lust aufs Spielen führten die drei wieder auf Tour – im Herbst ihres zehnjährigen Bestehens auch nach Braunschweig.

