Vechelde. Auf Bahnreisende in der Region könnten weitere Einschränkungen zukommen. Bereits seit dem 2. Oktober ist die Korridorsanierung auf der Strecke Lehrte – Berlin in vollem Gange, nun sorgt eine wichtige Brücke auf der dafür eingerichteten Hauptumleitungsstrecke für Probleme, wie aus einer Kundeninformation der DB InfraGO hervorgeht.
Besagte Eisenbahnüberführung liegt auf der Strecke Hannover–Braunschweig zwischen Groß Gleidingen und Vechelde und war ursprünglich bereits für eine Erneuerung im Jahr 2032 vorgesehen. Wie die Deutsche Bahn schreibt, hat sie aufgrund ihrer Lage eine zentrale Bedeutung für den regionalen und überregionalen Zugverkehr. Doch eben diesen könnte die Brücke nun ausbremsen.
Brückenkonstruktion hat erhebliche Defizite
In dem Schreiben heißt es seitens der Bahn, dass sich im Rahmen der Planungen zur Erneuerung bereits jetzt durch Bauwerksdiagnostik und statische Nachrechnung wesentliche Defizite an Teilen der Tragkonstruktion ergeben hätten. Daher sei man zu der Einschätzung gekommen, dass für die Fahrplanung 2027 von einer eingleisigen Verfügbarkeit der Strecke auszugehen ist. Dabei werde noch der positive Fall einer eingleisigen Befahrbarkeit unterstellt. Es scheint also nicht gesichert zu sein, dass die Brücke überhaupt noch von Zügen genutzt werden kann.
Sperrung im November angekündigt
Um die Lage abschließend beurteilen zu können, seien weitere Untersuchungen an bislang nicht einsehbaren Bauteilen erforderlich. In einem nächsten Schritt will die Deutsche Bahn die Längsträger der Brücke begutachten, weshalb das Gleis von Groß Gleidingen nach Vechelde im Zeitraum vom 14. November, 8 Uhr, bis zum 25. November, 18 Uhr, durchgehend gesperrt wird. Während der Sperrung sollen bislang unzugängliche Bereiche der Brückenkonstruktion freigelegt und untersucht werden. Auf Grundlage der Ergebnisse soll dann über die weitere Nutzung der Brücke und mögliche Maßnahmen entschieden werden.
Das sind die Folgen
Während der Gleissperrung im November kommt es zu Anpassungen der Fahrpläne, wie die Deutsche Bahn ankündigt. Im Fernverkehr fallen Züge aus, auch mit Verspätungen auf dem Regelweg und Umleitungen über Hildesheim muss gerechnet werden. Auch im Nahverkehr müssen sich Reisende auf Verspätungen einstellen. Wie es nach der Untersuchung der Brücke weitergeht, bleibt abzuwarten.

