Potsdam. Die Rechtswissenschaftlerin Frauke Brosius-Gersdorf möchte sich auch nach ihrer vor rund einem Jahr gescheiterten Kandidatur für das Amt der Richterin am Bundesverfassungsgericht an öffentlichen Debatten beteiligen. "Ich habe die Rechtswissenschaft, meine Forschung und Lehre zurück. Und ich werde mich weiter mit Vorschlägen zur Verbesserung des Rechtssystems öffentlich einbringen", sagte die Potsdamer Professorin dem "Spiegel".
Als Rechtswissenschaftlerin sei es ihre Aufgabe, Erkenntnisse zu vermitteln. "Es ist doch toll, eine Debatte wie die über Leihmutterschaft mitprägen zu können", so Brosius-Gersdorf. Sie fügte hinzu: "Und dann ist da noch etwas, das Sie Widerstand nennen können oder Trotz. Nach dem Motto: Jetzt erst recht."
Einige ihrer Gegner hätten es wohl gern gesehen, wenn sie sich nach der abgesetzten Richterwahl zurückgezogen hätte. "Aber damals traten viele Eltern an mich heran und fragten: `Soll ich meinen Töchtern sagen: Sei leise, bleib der Öffentlichkeit fern"` Denen möchte ich sagen: Nein, sonst ändert sich nichts am Umgang mit Menschen und insbesondere mit Frauen, die in der Öffentlichkeit stehen", so Brosius-Gersdorf.
Auf die Frage, ob eine erneute Kandidatur für ein Richteramt infrage käme, antwortete die Rechtswissenschaftlerin: "Ich denke, das Thema ist durch."
Brosius-Gersdorf will sich weiter öffentlich einbringen
Die Rechtswissenschaftlerin Frauke Brosius-Gersdorf möchte sich auch nach ihrer vor rund einem Jahr gescheiterten Kandidatur für das Amt der Richterin am Bundesverfassungsgericht an öffentlichen Debatten beteiligen.
Justicia (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur
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