Vorplatz St. Bernward: Fertigstellung verzögert sich um Monate

Die Arbeiten am Vorplatz von St. Bernward in Steterburg kommen langsamer voran als geplant. Nach Problemen beim Baugrund und zusätzlichen Arbeiten verschiebt sich die Fertigstellung.

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Symbolfoto | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Salzgitter. Eigentlich sollte die Baumaßnahme „Neugestaltung Vorplatz St. Bernward“ in Steterburg im Juli abgeschlossen sein. Doch nun verzögert sich das Vorhaben um mehrere Monate. Die Stadt Salzgitter bedauere die Verzögerung, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus.



Grund für die Verzögerung waren Probleme, die gleich zu Beginn der Arbeiten auftraten. Beim Öffnen der Straßen stellte sich heraus, dass mehrere Bereiche nicht mit dem zuvor erstellten Bodengutachten übereinstimmten. Der Aushub musste deshalb deutlich aufwendiger als geplant entsorgt werden. Die Arbeiten zogen sich dadurch bis Ende Mai.

Zusätzlicher Aufwand bei der Baustelleneinrichtung


Auch danach blieb der Bauablauf kompliziert. Fußgängerführungen und Baustellenabsperrungen mussten immer wieder an den jeweiligen Baufortschritt angepasst und neu eingerichtet werden. Das kostete zusätzliche Zeit.

Der ursprünglich für Juli geplante Abschluss konnte deshalb nicht gehalten werden. Die Stadt hofft nun, dass die weiteren Arbeiten ohne größere Probleme vorankommen und die Baumaßnahme im vierten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden kann.

Einschränkungen für Anwohner und Verkehrsteilnehmer

Für Anwohner und Verkehrsteilnehmer bedeutet die Baustelle weiterhin Einschränkungen. Sperrungen und Umleitungen führen teilweise zu längeren Wegen. Die Stadt bittet dafür um Verständnis und betont, dass die Arbeiten möglichst schnell abgeschlossen werden sollen.

Wie ist der aktuelle Stand der Bauarbeiten?


Beide Bushaltestellen sind inzwischen barrierefrei ausgebaut, gepflastert und mit taktilen Elementen ausgestattet. Der Gehweg an der Bushaltestelle Kloster Nord ist bis hinter die Einmündung Klosterweg fertiggestellt. Die Gehwege vor St. Bernward und an der Bushaltestelle Kloster Süd sind begonnen, in den Anschlussbereichen stehen jedoch noch Arbeiten aus.

Auch die Untergrundverbesserung der Straßen ist bis zur Deckasphaltschicht abgeschlossen. Offen ist lediglich noch der Anschlussbereich zum Kurvenbereich der Gerhart-Hauptmann-Straße. Die Mittelinsel ist bereits fertiggestellt.

Noch umgesetzt werden müssen der Wertstoffsammelplatz und die Anbindung an den Gehweg sowie der dort beginnende Waldweg durch das Lange Holz. Bis die Pflasterarbeiten abgeschlossen sind, ist der Waldweg von dieser Seite nicht zugänglich. Waldbesucher können ihn über das südliche Ende des Pappeldammes erreichen. Fahrradfahrer mit dem Ziel Eisenhüttenstraße werden gebeten, über die Straße beziehungsweise den Fuß- und Radweg Lange Hecke auszuweichen.

Auch der Kurvenbereich von der Gerhart-Hauptmann-Straße in den Pappeldamm steht noch aus. Dafür wird die Verkehrsführung geändert. Eine provisorische Fahrspur soll sicherstellen, dass Anwohner weiterhin die Sackgasse Pappeldamm und das Familienzentrum erreichen können.

Anschließend soll die Einmündung vor dem Familienzentrum aufgepflastert werden. Voraussetzung dafür ist die Untergrundverbesserung des gesamten Kurvenbereichs. Die Haltefläche vor der Bushaltestelle Kloster Süd wird in Betonbauweise ausgeführt.

Förderung und Finanzierung der Baumaßnahme


Die Umsetzung der Maßnahme „Neugestaltung Vorplatz St. Bernward“ ist Bestandteil des Integrierten Handlungskonzepts der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Steterburg“ der Stadt Salzgitter.

Seit 2015 wird Steterburg über das Städtebauförderungsprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ (ehemals „Soziale Stadt“) gefördert. Das Programm wird gemeinsam von Bund, Land und Kommunen getragen.

Die Fördermittel werden zu 2/3 von Bund und Land als Refinanzierung der Stadt Salzgitter zur Verfügung gestellt. Die Stadt trägt entsprechend ihren Eigenanteil von 1/3 der Aufwendungen.

Die Aufwertung des öffentlichen Raums nimmt bei der städtebaulichen Sanierung in Steterburg eine zentrale Rolle ein. Mit der Verbesserung des Wohnumfeldes und dem Bau von Verweil-, Spiel- und Begegnungsorten kann die Lebensqualität im Sanierungsgebiet maßgeblich gesteigert werden. Gleichzeitig können positive Effekte für das Image des Quartiers erzielt werden.

Bei Fragen rund um das Projekt können sich Bürgerinnen und Bürger an das Referat für Stadtumbau und Soziale Stadt der Stadt Salzgitter wenden, unter der Telefonnummer 05341/839-3564 oder 05341/839-3523 sowie per E-Mail an stadtumbau@stadt.salzgitter.de.