Region. Die vergangenen Tage waren mitunter schon recht heiß, und auch in den kommenden Tagen soll es sommerlich warm bleiben. Am Freitag erwarten uns sogar wieder Temperaturen um 28 Grad. Was sich im Urlaub am Strand herrlich anfühlt, wird im Alltag schnell zur Belastungsprobe. regionalHeute.de hat ein paar Tipps, wie man bei hohen Temperaturen cool bleibt.
So schön und verlockend der Sommer auch ist, wenn die Freibäder zum Abkühlen einladen und man sich auf lauschige Sommerabende freut: Für unseren Körper bedeutet das Schwerstarbeit. Denn mit steigenden Temperaturen, schaltet der Körper automatisch einen Gang zurück und die Konzentration sinkt. Die Kleidung klebt und die Nächte werden unruhig. Mit ein paar einfachen Tricks kommt man jedoch gut durch die Sommerzeit.
Richtig lüften
Alles beginnt mit dem richtigen Raumklima, und hier machen viele intuitiv oft den größten Fehler. Sobald es drinnen stickig wird, neigen wir dazu, die Fenster weit aufzureißen, um frische Luft hereinzulassen. Doch im Sommer holen wir uns damit erst recht die warme Luft ins Haus. Der effektivste Weg: Die Fenster bleiben konsequent geschlossen, sobald es draußen wärmer ist als drinnen. Wer jetzt noch die Rollläden herunterzieht, sperrt die Wärme aus, bevor sie überhaupt das Glas erwärmen kann. Erst am späten Abend oder in den kühlen Morgenstunden wird wieder kräftig auf Durchzug gelüftet.
Ventilator mit Bedacht einsetzen
In vielen Haushalten laufen im Sommer die Ventilatoren auf Hochtouren. Dabei gilt es auch dabei wichtige Grundsätze zu beachten. Ein Ventilator im Zimmer kann die Temperatur zwar nicht senken, hilft aber, sie in Bewegung zu halten. So verdunstet Schweiß auf der Haut schneller und kühlt den Körper. Den Luftstrom sollte man aber nicht direkt auf Hals und Kopf lenken, sonst drohen Erkältung und Muskelverspannungen. Am besten wird der Ventilator nicht dauerhaft, sondern nur ab und zu laufen gelassen.
Besser zum Warmduscher werden
Auch bei der direkten Abkühlung des Körpers lohnt sich ein Blick auf die biologischen Abläufe. Unsere Hautoberfläche reagiert sensibel auf extreme Temperaturreize. Wer sich nach einem langen Tag unter eine eiskalte Dusche rettet, erlebt danach oft ein blaues Wunder: Das eiskalte Wasser signalisiert dem Körper Gefahr, woraufhin sich die Poren schlagartig zusammenziehen, um die Wärme im Inneren zu speichern. Kaum hat man das Bad verlassen, fängt man doppelt so stark an zu schwitzen. Eine lauwarme Dusche hingegen öffnet die Gefäße und erlaubt es dem Organismus, die überschüssige Wärme sanft abzugeben.
Kleine Ankühlung
Für die schnelle Erfrischung zwischendurch muss man nicht gleich den Kopf ins Gefrierfach stecken. Es genügt völlig, die Innenseiten der Handgelenke für eine Minute unter fließendes, kaltes Wasser zu halten oder die Unterarme in ein kühles Becken zu tauchen. Da die Blutbahnen hier sehr dicht unter der Haut verlaufen, kühlt das vorbeifließende Blut ab und transportiert die Frische direkt durch den gesamten Körper. Das vertreibt die bleierne Müdigkeit im Handumdrehen und bringt den Fokus zurück. Auch die Füße ab und an in kaltes Wasser halten oder ein kühles Tuch im Nacken können helfen.
Viel trinken
Auch wenn das Schwitzen an warmen Tagen meist als lästiges Übel empfunden wird, ist es für unseren Körper lebensnotwendig, um die eigene Temperatur zu regulieren. Wer reichlich Flüssigkeit nachschiebt, erleichtert dem Organismus diese Arbeit spürbar. Als Faustregel gilt für Erwachsene eine Menge von mindestens zwei Litern am Tag, die man am besten gleichmäßig verteilt zu sich nimmt – bei starkem Schwitzen darf es gerne auch das Doppelte sein. Wartet man zu lange mit dem Griff zum Glas, meldet sich der Körper schnell mit Müdigkeit, Kopfschmerzen oder im schlimmsten Fall mit einem Kreislaufkollaps.
Allerdings sollte darauf geachtet werden, was man trinkt. Eiskalte Limonaden sind zwar lecker, belasten aber den Kreislauf, weil der Magen viel Energie aufwenden muss, um die Flüssigkeit auf Körpertemperatur zu heizen. Weitaus erfrischender ist ironischerweise ein lauwarmer Kräutertee. Salbeitee gilt hierbei als echter Geheimtipp, da er die Schweißproduktion von Natur aus reguliert.
Nicht zu deftig essen
Ein deftiges, fettiges Mittagessen zwingt den Magen zu Höchstleistungen, was die körpereigene Wärmeproduktion massiv ankurbelt. Wasserreiche Kost wie Gurken, Tomaten, Wassermelonen oder ein leichter Salat mit etwas Schafskäse belasten den Verdauungstrakt kaum. Sie liefern genau die Flüssigkeit und die Mineralstoffe, die wir über den Tag verteilt herausschwitzen, ohne dass uns danach das berühmte Schnitzelkoma überrollt.
Körperliche Belastung reduzieren
Bei hohen Temperaturen sollte körperliche Anstrengung möglichst in die kühleren Tageszeiten verlegt werden. Sportliche Aktivitäten oder schwere körperliche Arbeit während der Mittagshitze erhöhen das Risiko für Überhitzung und Kreislaufprobleme.
Erholsamer Schlaf
Wenn der Tag geschafft ist, wartet oft die nächste Hürde: die warme Nacht. Vor dem Schlafengehen sollte einmal ordentlich gelüftet werden. Für eine extra Abkühlung kann man eine klassische Wärmflasche umfunktionieren. Tagsüber mit kaltem Wasser befüllt und für einige Stunden im Kühlschrank deponiert, wird sie am Abend zum perfekten Kühlpad für die Füße. Zusammen mit leichter Bettwäsche aus atmungsaktiven Naturmaterialien wie Leinen oder Perkal-Baumwolle steht einem erholsamen Schlaf kaum noch etwas im Weg.

