Gifhorn/Braunschweig. Jetzt dürfte dem Großprojekt nichts mehr im Wege stehen. Die letzte Frist, Einspruch zu erheben, ist abgelaufen. Das heißt: Die Bundesstraße B4 zwischen Gifhorn und Braunschweig wird schon bald vierspurig als Ortsumgehung von Rötgesbüttel und Meine ausgebaut.
Wie regionalHeute.de berichtete, hatte die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr den entsprechenden Planfeststellungsbeschluss im Mai gefasst. Damit war das jahrelange Warten darauf zu Ende. Es folgte eine weitere kurze Phase des Wartens. Schließlich musste dieser Beschluss mit zahlreichen Unterlagen öffentlich ausliegen. Anschließend folgten vier entscheidende Wochen: In diesem Zeitraum hätten noch neue Klagen vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg dagegen eingereicht werden können. Doch diese Frist ist nun verstrichen, Klagen sind keine eingegangen. Jetzt können also keine rechtlichen Mittel mehr gegen den B4-Ausbau an dieser Stelle eingereicht werden.
Noch in diesem Jahr sollen Bauarbeiten starten
Erste Arbeiten laufen ohnehin bereits, wie regionalHeute.de berichtete. Dazu zählen Flurbereinigungsverfahren, beziehungsweise der Flächenerwerb, die Ausführungs- und Bauwerksplanung, die Bauvorbereitung sowie die bauliche Umsetzung vorgezogener CEF-Maßnahmen. "Bereits in diesem Jahr soll mit ersten vorbereitenden baulichen Maßnahmen begonnen werden", hatte Christina Rochlitz, Pressesprecherin der Landesstraßenbaubehörde, unlängst gegenüber regionalHeute.de erklärt. Da der Planfeststellungsbeschluss durch Verstreichen der Frist jetzt Rechtskraft besitzt, könne die Behörde jetzt beim Bundesministerium für Verkehr beantragen, dass der B4-Ausbau in den Straßenbauplan eingestellt werde. Dadurch werden die weiteren benötigten Haushaltsmittel beim Bund eingeplant.
Und dann kann es so richtig losgehen mit den Bauarbeiten. Die Straßenbaubehörde plant dabei, sich etappenweise von Ausbüttel Richtung Süden vorzuarbeiten. Die vierspurige B4 wird dort als Ortsumgehung an Rötgesbüttel und Meine vorbeiführen und südlich von Meine wieder mit der aktuellen B4 vereint. Nach letztem Kostenplanungsstand aus dem Jahr 2022 rechnet die Behörde mit rund 150 Millionen Euro, die allein der Bund tragen wird. Es könnte aber durchaus sein, dass man jetzt – vier Jahre – später nachjustieren muss, das Projekt also noch teurer werden könnte.

