Freie Fahrt auf der B4? Bald könnte der vierspurige Neubau hier beginnen

Von Behördenseite aus ist alles klar: Diese Ortsumgehung ist jetzt beschlossene Sache.

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Kurz hinter dem Bahnübergang Ausbüttel geht es derzeit bei Gifhorn vierspurig auf der B4 weiter. In Zukunft soll es auch Richtung Süden bis Vordorf so um die Orte herumgehen (Archivbild).
Kurz hinter dem Bahnübergang Ausbüttel geht es derzeit bei Gifhorn vierspurig auf der B4 weiter. In Zukunft soll es auch Richtung Süden bis Vordorf so um die Orte herumgehen (Archivbild). | Foto: Sandra Zecchino

Gifhorn/Braunschweig. Die Bundesstraße 4 hat sich in der Region über die Jahre einen gewissen Ruf erarbeitet. Auf der Strecke pendeln täglich unzählige Verkehrsteilnehmer zwischen Gifhorn und Braunschweig hin und her, mitunter staut es sich gewaltig, Unfälle sind keine Seltenheit. Außerdem geht es dabei auf einem Großteil der Strecke durch alle anliegenden Ortschaften hindurch. Doch zumindest damit soll bald Schluss sein. Das ist jetzt nach Jahren des Wartens beschlossene Sache.



Die Ortsumgehung westlich um die Stadt Gifhorn herum macht es vor. Dort geht es räumlich von der Umgebung getrennt auf zwei Spuren pro Richtung mit einem Mittelstreifen dazwischen am innerörtlichen Verkehr vorbei. So soll es künftig auch bei Meine und Röttgesbüttel aussehen. Auch dort soll eine vierstreifige Ortsumgehung gebaut werden. Solche Pläne gibt es schon seit Jahrzehnten. Doch jetzt liegt endlich der Planfeststellungsbeschluss der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr für dieses Projekt vor, sie vertritt in diesem Fall die Bundesrepublik Deutschland, die für Bundesstraßen zuständig ist. Die letzte behördliche Hürde ist damit genommen.

B4: Ortsumgehung könnte nur noch vor dem Oberverwaltungsgericht gestoppt werden


Es ist also beschlossene Sache. Eine entsprechende Bekanntmachung mit allem Drum und Dran liegt noch bis zum 3. Juni öffentlich aus. Stoppen ließe sich das Vorhaben nur noch vor dem zuständigen Verwaltungsgericht – in diesem Fall das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg. Binnen vier Wochen nach der Veröffentlichung des Beschlusses müsste dort Klage erhoben worden sein. Dann wäre die Frist abgelaufen. Und dem Start der Bauarbeiten stünde rechtlich nichts mehr im Wege.

Bei diesen Arbeiten geht es laut Planfeststellungsbeschluss um "den vierstreifigen Neubau der Ortsumgehungen Meine und Rötgesbüttel im Zuge der B 4." Der etwa 11 Kilometer lange Abschnitt soll auf bis zu 30.000 Kfz pro Tag ausgerichtet sein. Die Neubaustrecke soll an den bestehenden vierstreifigen Ausbau der B4 südlich von Gifhorn im Bereich der Einmündung Gifhorner Straße anschließen.

So soll die neue B4 verlaufen


Weiter Richtung Braunschweig soll die Trasse östlich um Ausbüttel und Rötgesbüttel verlaufen – dort unter anderem die Bahnstrecke überqueren. Südöstlich von Rötgesbüttel ist eine Anschlusstelle vorgesehen. Im weiteren Verlauf kreuzt die Neubaustrecke die bestehende B4 zwischen Rötgesbüttel und Meine, um westlich an Meine vorbeizuführen. Unmittelbar danach wird die Neubaustrecke über die Bahnstrecke überführt und erreicht dann die L 321 westlich von Meine, wo eine weitere Auf- und Abfahrt entstehen soll. Danach verläuft die Trasse zwischen Meine und Vordorf in Richtung der bestehenden B4 südlich von Meine und kreuzt dabei die K58. Östlich von Vordorf im Bereich der Überführung des Verbindungsweges „Kampstraße“ ist der Übergang auf die aktuelle zweistreifige B4 vorgesehen.

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