Region. Kurz vor Start der Fußballweltmeisterschaft steigt die Nachfrage nach Trikots – und damit auch das Risiko, beim Online-Kauf an unseriöse Anbieter zu geraten. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt vor Fakeshops und Shops aus dem Nicht-EU-Ausland: Anbieter wie Fatooball .com oder Kickberlin . com locken mit vermeintlichen Schnäppchen. Der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen gibt Orientierung.
Wer auf der Suche nach dem Trikot seines Lieblingsteams ist, landet über Suchmaschinen oder Soziale Medien schnell auf professionell gestalteten Onlineshops. Doch nicht alle sind seriös. „Wir sehen zum Start solcher Sportereignisse immer wieder eine Welle von Fakeshops, die gezielt Fans ansprechen“, sagt Kathrin Bartsch, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. „Häufig zahlen Verbraucherinnen und Verbraucher – und bekommen entweder gar nichts oder qualitativ mangelhafte Ware.“
Viele Trikots sind Nachahmungen
Besonders problematisch sind Shops, die entweder aus dem Nicht-EU-Ausland Ware liefern oder ihren Sitz direkt dort haben. Diese verkaufen in der Regel keine Originaltrikots, sondern Plagiate, auch wenn Bezeichnungen wie „authentic“, „Player Version“ oder „Match Version“ Echtheit suggerieren. „Der günstige Preis ist verlockend, aber der Kauf ist mit erheblichen Risiken verbunden“, warnt Bartsch. „Neben schlechter Qualität können Schadstoffe enthalten sein. Zudem drohen Probleme mit dem Zoll oder schlicht der Verlust des gezahlten Geldes.“
Keine Rechte, keine Ansprechpartner, kein Geld zurück
Wer gefälschte Trikots kauft, spart oft nur scheinbar. Gewährleistungsrechte, Rückgaben oder Erstattungen lassen sich bei vielen dieser Anbieter kaum oder gar nicht durchsetzen. „Fehlt ein verantwortlicher Ansprechpartner in der EU, sind Ansprüche nur schwer durchsetzbar, selten reagiert jemand – und der Ärger ist groß.“
Sicherheit beginnt beim seriösen Anbieter
Trikots sollten grundlegende Standards einhalten, also schadstofffrei sein und EU-Vorgaben entsprechen. Einen wichtigen Hinweis darauf geben die Herstellerangaben auf dem Produkt oder das Impressum auf der Website des Anbieters. Ist der Hersteller nicht in der EU ansässig, muss er einen verantwortlichen Ansprechpartner innerhalb der EU benennen. Genau das ist bei vielen dieser Shops nicht der Fall. „Ein fehlendes oder unvollständiges Impressum ist eines der wichtigsten Warnsignale“, betont Bartsch. „Wer darauf achtet, schützt sich vor bösen Überraschungen.“
Fakeshop-Finder bietet Schutz
Die Verbraucherzentrale hat exemplarisch mehrere Onlineshops überprüft. Neben mehreren auffälligen Shops, warnt der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen unter anderem vor:
Fatooball .com
Kickberlin .com
Trikotfc .com
fussballtrikot-gunstig .com
gojersey .co
Der Fakeshop-Finder ist ein KI-gestütztes Tool, das Nutzerinnen und Nutzern innerhalb von wenigen Sekunden eine Einschätzung gibt, ob sie dem Shop vertrauen können.

