Tiddische. Am heutigen Samstagmorgen gegen 5:30 Uhr wurden zunächst die Ortsfeuerwehren aus Bergfeld, Hoitlingen und Tiddische zu einem Feuer in einem örtlichen Schweinemastbetrieb in Hoitlingen gerufen. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang bereits dunkler Rauch aus dem gesamten Stallgebäude, wie die Feuerwehr in einer Pressemitteilung berichtet.
Hoitlingens stellvertretender Ortsbrandmeister Marco Langer entschied sofort, die Alarmstufe auf "B3 Gebäudebrand groß" anzuheben. Die Leitstelle in Gifhorn alarmierte daraufhin den Zug 17-1 der Samtgemeinde Brome mit Einsatzkräften aus Brome, Altendorf und Zicherie. Vor Ort war ein schnelles Handeln erforderlich, denn die mehr als 1000 im Stall befindlichen Ferkel und Sauen waren durch den Brand und die damit einhergehenden Rauchgase stark bedroht. Um die Tiere vor Rauch und Hitze zu schützen, wurden alle Stalltüren geöffnet und mehrere Lüfter von der Feuerwehr in Stellung gebracht. Parallel nahmen mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz im Gebäude die Brandbekämpfung auf.
Deckenverkleidung löste sich bereits
Eines der insgesamt sechs etwa 150 Quadratmeter großen Stallabteile war augenscheinlich durch einen Schwellbrand schwer in Mitleidenschaft gezogen worden und komplett verraucht. Durch die Hitzeentwicklung hatte sich bereits ein Großteil der Deckenverkleidung gelöst, Brandrauch und Hitze stiegen in den Dachraum des gesamten Stalls auf. Über einen Löschbrunnen und einen Unterflurhydranten wurde der Brand im Inneren des Stalls mit mehreren C-Rohren und insgesamt sechs Trupps im Innenangriff unter schwerem Atemschutz gelöscht. Gemeindebrandmeister Frank-Friedrich Mosel übernahm im Einsatzverlauf die Einsatzleitung und ließ nach der initialen Brandbekämpfung das gesamte Stallgebäude mit Wärmebildkameras auf noch versteckte Glutnester überprüfen.
Alle Schweine gerettet
Sofort nachdem das Gebäude rauchfrei und der Brand gelöscht war, verschaffte sich ein Tierarzt einen Überblick über den Gesundheitszustand aller Ferkel und Sauen. Nach ersten Erkenntnissen überlebten alle Tiere den Brand, da dieser in einem aktuell ungenutzten Stallabteil besonders heftig wütete, die Stallabteile bauartbedingt aber voneinander getrennt sind. Nach Abschluss der Löscharbeiten konnte sichergestellt werden, dass die Tiere im Stall ebenfalls weiter mit Wasser und Futter versorgt werden können. Die Freiwillige Feuerwehr Voitze übernahm darüber hinaus die Versorgung der rund 60 Einsatzkräfte mit Getränken, die DRK Bereitschaft Nord stellte einen RTW zur Eigensicherung der Einsatzkräfte. Die Polizei Gifhorn übernahm noch vor Ort die Ursachenermittlung.

