Bürgermeisterstichwahl in Gifhorn: Die Linke unterstützt SPD-Kandidaten

Am 27. September tritt Christopher Finck zur entscheidenden Wahl gegen Amtsinhaber Matthias Nerlich (CDU) an. Die Linke hat spricht sich für einen Wechsel aus.

Wer wird oder bleibt Chef im Gifhorner Rathaus? Archivbild
Wer wird oder bleibt Chef im Gifhorner Rathaus? Archivbild | Foto: regionalHeute.de

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Gifhorn. Die Partei Die Linke unterstützt Christopher Finck (SPD) bei der Bürgermeisterstichwahl in der Stadt Gifhorn. Das teilt der Gifhorner Kreisverband der Linken in einer Pressemitteilung mit.



„Wir sind mit einem klaren politischen Anspruch in diesen Wahlkampf gegangen. Gifhorn kann mehr, als die nächsten Jahre so weiterzumachen wie bisher“, sagt Sandra Zecchino, Co-Vorsitzende des Kreisverbandes Gifhorn und selbst Kandidatin für das Bürgermeisteramt (3,1 Prozent). „Wir wollen eine Stadtpolitik, die sozialer, offener und demokratischer gestaltet wird. Daran hat sich auch nach dem ersten Wahlgang nichts geändert. Jetzt geht es darum, wer für diesen politischen Wechsel steht und ihn auch umsetzen kann. Für uns ist das Christopher Finck. Deshalb unterstützen wir ihn am 27. September.“

Neues Verhältnis Politik-Verwaltung


Für Die Linke gehört zu diesem politischen Wechsel auch ein anderes Verhältnis zwischen Politik und Verwaltung. Der gewählte Stadtrat müsse die politische Richtung vorgeben. Die Verwaltung solle politische Entscheidungen beraten, vorbereiten und umsetzen. „Wir wollen einen Bürgermeister, der politische Entscheidungen nicht an sich zieht, sondern dafür sorgt, dass der Stadtrat seine Verantwortung wahrnehmen kann“, sagt Zecchino. Wenn diese Rollen vertauscht werden, wird aus Verwaltung politische Gestaltung. Genau das will Die Linke ändern.

Bei ihrer Entscheidung habe die Linke nicht danach gefragt, ob Finck alle Positionen der Partei teilt. Das sei auch nicht der Anspruch. Entscheidend sei vielmehr gewesen, ob Finck bereit ist, politische Prioritäten neu zu setzen und Gifhorn anders zu gestalten. Genau diese Bereitschaft erkenne der Kreisverband bei Finck. Die Unterstützung sei aber kein Blankoscheck, sondern verbunden mit der Erwartung, dass auf den angekündigten politischen Wechsel auch konkrete Veränderungen folgten.