Fachwerkgebäude in der Gifhorner Innenstadt bei Brand komplett zerstört

Bei dem Einsatz wurden drei Feuerwehrleute verletzt, eine Polizistin erlitt eine Rauchgasvergiftung. Insgesamt waren 120 Einsatzkräfte vor Ort.

Von dem Gebäude blieb nicht viel übrig.
Von dem Gebäude blieb nicht viel übrig. | Foto: Stadt Gifhorn

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Gifhorn. Der Multi-Markt in der Braunschweiger Straße 7 wurde in der Nacht zum heutigen Mittwoch ein Raub der Flammen. Um die Brandnester unter Kontrolle zu bekommen, wurde das zweistöckige Wohn- und Geschäftsgebäude inzwischen abgerissen. Die Braunschweiger Straße blieb vom Schillerplatz bis zur Einmündung Bahnhofstraße komplett gesperrt. Im Laufe des heutigen Nachmittags wird der Bereich wieder freigegeben. Das berichtet die Stadt Gifhorn in einer Pressemitteilung.



Die Alarmierung der Feuerwehren erfolgte kurz nach Mitternacht. Alle fünf Ortswehren der Stadt rückten mit Drehleiter, elf Löschfahrzeugen und Logistikfahrzeugen aus. Insgesamt 120 Feuerwehrkräfte waren vor Ort, um den Brand in dem umgebauten Fachwerkhaus unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen auf die benachbarten Gebäude zu verhindern. Eine Person, die sich im Gebäude befand, kam unbeschadet ins Freie. Nachforschungen ergaben, dass sich keine weiteren Personen im Haus befanden.

Stück für Stück abgerissen


Unter schwerem Atemschutz bekämpften die Einsatzkräfte das Feuer zuerst direkt. „Die Flammen fraßen sich schnell durch Lehmholzdecken, Zwischendecken und Wandverkleidungen und es entstanden überall Brandnester“, fasst Stadtbrandmeister Matthias Küllmer die Herausforderungen bei der Brandbekämpfung zusammen. „Es bestand Einsturzgefahr und damit konnten wir das Gebäude nicht mehr betreten. Weil der Innenangriff nicht mehr möglich war, haben wir dann begonnen, das Gebäude Stück für Stück einzureißen.“

Verletzte Einsatzkräfte


Bei dem Einsatz wurden drei Feuerwehrkräfte leicht verletzt. Sie wurden vor Ort vom Rettungsdienst betreut. Eine Polizistin erlitt eine Rauchgasvergiftung. Zur Brandursache gibt es noch keine Hinweise. Die Ermittlungen dazu übernimmt die Polizei.

Bürgermeister Matthias Nerlich, der ab vier Uhr morgens vor Ort war und die Löscharbeiten bis gegen 10 Uhr morgens verfolgte, bedankte sich bei allen Einsatzkräften und den Feuerwehrkräften für ihr schnelles Eingreifen und ihre hohe Professionalität: „Es war ein Ernstfall, der uns vor Augen führt, wie wichtig es ist, unsere Ortswehren bestmöglich auszustatten. Und wir können nicht dankbar genug gegenüber den Menschen sein, die auch bei diesem Einsatz wieder alles gegeben haben.“

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