Goslar. Das vor gut einem Jahr, am 28. April 2025, gegründete Altstadtforum Goslar stellt in einer Pressemitteilung seine Aufgaben und kommenden Aktivitäten vor. Das Gremium versteht sich als ehrenamtlicher Impulsgeber für die Stadtentwicklung mit dem Fokus auf untergenutzte Räume und konsumfreie Angebote.
Das Altstadtforum Goslar positioniert sich in der Goslarer Gemengelage als basisdemokratischer Brückenbauer für die praktische Umsetzung. Sprecherin Christina Dreyer betont, dass das Gremium genau dafür geschaffen wurde: um die Bürgerinteressen direkt einzubinden und den Sprung vom Schreibtisch in die Realität zu wagen.
Klarstellung zur Rolle des Altstadtforums
In der jüngsten Debatte um das neue Innenstadtkonzept habe es in der Ratspolitik Kritik an einer vermeintlich zu hohen Gewichtung des Altstadtforums gegeben. Das Forum stellt dazu unmissverständlich klar: "Wir haben uns freiwillig zusammengefunden, um ehrenamtlich anzupacken und zu unterstützen. Wir sind kein `Nebenrat´ und arbeiten in konkreten Projekten in kleinen Schritten an greifbaren Themen."
Dabei sei das Altstadtforum ein zentrales Puzzlestück für die Entwicklung der Altstadt: Gegründet im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ) stelle die ehrenamtliche Arbeit des Altstadtforums die Bürgerinnen und Bürger der Stadt in den Fokus. Es arbeite dabei Hand in Hand mit der Goslarer Stadtverwaltung und der Goslarer marketing gmbh. Aktuell werden die Aktivitäten und Projekte des Altstadtforums durch das Förderprogramm „Zukunftsträume Niedersachsen“ gefördert.
Fokus auf Bürgerinteressen und konsumfreie Räume
Der Begriff „Forum“ sei Programm: Die Tür stehe für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger offen, die einen Bezug zur Altstadt haben – ob privat oder beruflich. Die Arbeitsgruppe stelle die Aufenthaltsqualität für die Menschen, die hier leben, ganz klar in den Mittelpunkt. Es gehe um die Aufwertung untergenutzter Räume und die Schaffung von Plätzen, an denen man sich auch ohne Konsumzwang aufhalten kann – jenseits touristischer Ströme.
Konkrete Beispiele und kommende Aktionen der Arbeitsgruppen zeigten diesen Ansatz:
- Begrünung einzelner Bereiche, konkreter der Worthstraße unter Einbindung des Kindergartens Kunterbunt und Gewinnung weiterer Gießpaten.
- Sperlingsplatz (zwischen Kö, Pizzeria Paolo und Glückauf Apotheke): ein sommerlicher Flashmob zur Kiezgestaltung, der Platz wird in eine Begegnungsfläche verwandelt, die auch junge MitbürgerInnen ansprechen kann.
- Marktstraße: Im Kontext mit der Belebung des Sperlingsplatzes wurden erste Teile der Gehwege und Fahrbahnbereiche intensiv gereinigt, wobei die Aktion finanziell von Apotheker Rehefeld unterstützt wurde.
- Weitere Projekte, unter anderem zur Belebung des vielfach angeführten Moritz-von-Sachsen-Platz sind in Vorbereitung.
Das nächste Treffen
Das Altstadtforum lädt alle Goslarer dazu ein, die Zukunft ihrer Altstadt selbst mitzubestimmen. Das nächste Treffen des Forums findet am Mittwoch, 27. Mai, um 17 Uhr im MachMit!Haus (Markt 7) statt.

