Dieser Industrie-Standort soll ab 2045 treibhausgasneutral sein

Es ist wohl das erste Unternehmen aus dieser Branche, das einen aufwändigen TÜV-zertifizierten Prozess durchläuft. Recycling spielt dabei eine besondere Rolle.

H.C. Starck will an seinem Hauptstandort in Goslar ab 2045 treibhausgasneutral produzieren.
H.C. Starck will an seinem Hauptstandort in Goslar ab 2045 treibhausgasneutral produzieren. | Foto: H.C. Starck Tungsten Powders

Goslar. Das Chemieunternehmen H.C. Starck Tungsten Powders hat laut einer Pressemitteilung erstmals den gesamten CO2-Fußabdruck an seinem größten Produktionsstandort Oker (Goslar) erfasst und unabhängig zertifizieren lassen. Grundlage der Zertifizierung sei eine umfassende Analyse aller Emissionen aus dem Jahr 2024 gewesen.



Dabei seien neben direkten Emissionen aus der Produktion auch solche erfasst worden, die aus eingekaufter Energie und entlang der gesamten Lieferkette entstehen – von Rohstoffen über Transporte bis zu Geschäftsreisen. Die Daten wurden nach internationalen Standards erhoben und durch den TÜV Nord CERT geprüft und bestätigt, teilt H.C. Starck Tungsten Powders mit.

Ökologischen Fußabdruck minimieren


Das Unternehmen betrachte diese nach internationalen Standards aufgestellte Analyse als wichtigen Baustein seiner Klimastrategie. Diese ziele nicht nur darauf ab, den Standort Goslar bis 2045 treibhausgasneutral zu betreiben, sondern soll auch Kunden dabei unterstützen, ihren eigenen ökologischen Fußabdruck zu minimieren.

„Wir sind, soweit ich sehe, das erste Unternehmen unserer Branche, das diesen aufwändigen Zertifizierungsprozess vollständig durchlaufen hat“, sagt Standortleiterin Juliane Saupe. „Dafür haben unsere Teams über zwei Jahre hinweg buchstäblich Tausende von Einzeldaten zusammengetragen und ausgewertet. Diese Initiative unterstreicht einmal mehr unser Engagement für nachhaltiges Wirtschaften, nicht zuletzt durch den Aufbau einer Kreislaufwirtschaft für strategisch wichtige Rohstoffe.“

Dabei spiele das Wolframrecycling eine zentrale Rolle. Die Wiederaufbereitung von Metallschrotten spart gegenüber der Nutzung von Primärrohstoff, der in Minen abgebaut wird, mehr als die Hälfte der CO₂-Emissionen ein. H.C. Starck Tungsten deckt auf diese Weise bereits heute rund 80 Prozent des Bedarfs am Standort Goslar.