Fliegerhorst: Goslar macht lokale Geschichte sichtbar

Eine Informationsstele zeigt die Historie von der Entstehung bis zur zivilen Entwicklung des Geländes.

Gleich neben der Bushaltestelle „Fliegerhorst“ wird ab sofort dessen Geschichte erzählt. Die Inbetriebnahme erfolgte in Anwesenheit von Sven Busse (v. li.) und Dr. Falk Lauterbach – beide Stadt Goslar –, Frank Jacobs, Dr. Friedhart Knolle, Dr. Donald Giesecke, Günter Piegsa sowie den Ratsmitgliedern Michael Ohse, Sabine Seifarth und Claus-Eberhardt Roschanski. Auf dem Foto fehlt Martin Mahnkopf.
Gleich neben der Bushaltestelle „Fliegerhorst“ wird ab sofort dessen Geschichte erzählt. Die Inbetriebnahme erfolgte in Anwesenheit von Sven Busse (v. li.) und Dr. Falk Lauterbach – beide Stadt Goslar –, Frank Jacobs, Dr. Friedhart Knolle, Dr. Donald Giesecke, Günter Piegsa sowie den Ratsmitgliedern Michael Ohse, Sabine Seifarth und Claus-Eberhardt Roschanski. Auf dem Foto fehlt Martin Mahnkopf. | Foto: Stadt Goslar

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Goslar. Mit der Inbetriebnahme einer neuen Informationsstele am ehemaligen Fliegerhorst setzt die Stadt Goslar einen wichtigen Meilenstein zur Vermittlung lokaler Geschichte, wie die Stadt in einer Pressemitteilung bekannt gibt.



Die Stele wurde kürzlich im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern des Rates der Stadt Goslar sowie der an der Erarbeitung beteiligten Akteure an ihrem Standort an der Bushaltestelle „Fliegerhorst“ in der Marienburger Straße vorgestellt. Die neue Informationsstele informiert ab sofort in deutscher und englischer Sprache über die Entstehung des Goslarer Flughafens im Jahr 1927, die militärische Nutzung als Fliegerhorst sowie die militärische und zivile Entwicklung des Geländes nach 1945. Ergänzt werden die Inhalte durch historische Fotografien, einen Lageplan sowie eine schematische Darstellung der räumlichen Zusammenhänge zwischen Fliegerhorst, Jürgenohl und der historischen Altstadt.

Die Stele selbst entspricht in ihrer Gestaltung dem bereits im Goslarer Stadtbild etablierten Stelensystem. Über einen integrierten QR-Code gelangen Interessierte auf eine weiterführende städtische Internetseite. Unter „Fliegerhorst Goslar“ im Bereich Erinnerungskultur werden dort vertiefende Informationen zur Geschichte des Areals sowie zu den Themen Konversion und Zwangsarbeit bereitgehalten. Auch findet sich eine ausführliche Chronik des Fliegerhorstes.

Geschichte nachhaltig vermitteln


Die Maßnahme geht auf einen politischen Auftrag des Rates der Stadt Goslar zurück. Ziel war es, die historische Bedeutung des ehemaligen Fliegerhorst-Geländes angemessen zu vermitteln und die wechselvolle Geschichte des Areals für Bürgerinnen und Bürger sowie Besucherinnen und Besucher sichtbar und zugänglich zu machen. Grundlage für die Umsetzung war die im Jahr 2022 gegründete Arbeitsgruppe Fliegerhorst. In ihr engagierten sich Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Vereine, Initiativen sowie Interessengruppen. Sie beschäftigten sich intensiv mit der Frage, wie die Geschichte des Geländes nachhaltig vermittelt werden kann. Nach der Prüfung unterschiedlicher Ansätze – darunter ein Rundweg, ein Dokumentationsort mit Aussichtsplattform sowie ein bronzenes Reliefmodell – sprach sich die Arbeitsgruppe für die Einrichtung eines zentralen Informationspunktes mit zugehöriger Internetpräsenz aus. Dieser Vorschlag wurde anschließend vom Rat der Stadt Goslar beschlossen.

Die neue Informationsstele sei ein weiteres sichtbares Projekt erinnerungskultureller Aufarbeitung. Sie trage dazu bei, die Geschichte des ehemaligen Fliegerhorstes für heutige und zukünftige Generationen nachvollziehbar zu machen und das historische Bewusstsein
für einen bedeutenden Teil der Goslarer Stadtgeschichte zu stärken.