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Für den Harz: Die Welt zu Gast in Wildemann



Für den Harz: Die Welt zu Gast in Wildemann

Im "Workcamp" arbeiten Jugendliche aus verschiedenen Ländern zusammen für Nachhaltigkeit und Ökologie im Harz.

Das Workcamp 2021 beim Brückenbau am Grumbacher Teich.
Das Workcamp 2021 beim Brückenbau am Grumbacher Teich. Foto: Rudolph / NLF-Archiv

Wildemann. Ein Workcamp der Internationalen Jugend-Gemeinschaftsdienste (IJGD) ist ab Samstag in Wildemann zu Gast bei den Niedersächsischen Landesforsten. Die zwölf Teilnehmer sind zwischen 16 und 25 Jahre alt und wollen bis zum 26. August in den Forstämtern Seesen und Clausthal arbeiten. Sie kommen aus Belgien, Frankreich, Italien, Spanien, England, Mexiko, der Türkei und Deutschland. Sie übernehmen Aufgaben bei der Waldpflege, unterhalten Erholungseinrichtungen und engagieren sich für den Natur- und Artenschutz. Darüber berichten die Niedersächsischen Landesforsten in einer Pressemitteilung.



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Förster Silas Tepper leitet die Försterei Lautenthal im Forstamt Seesen und betreut das Arbeitsprogramm. Ziel des IJGD-Workcamps ist es, über die persönlichen Kontakte verschiedene Kulturkreise kennenzulernen. "Mit ihrer praktischen Arbeit tragen die zwölf Freiwilligen dazu bei, dass junge Laubbäume gepflegt werden und wir Gewässer naturnah gestalten können. Beim Bau jagdlicher Einrichtung lernen sie handwerkliche Fertigkeiten und Hintergründe unseres Wildtiermanagements kennen", so Tepper. Aber nicht nur die Harzer Natur und der bewirtschaftete Wald profitieren vom Einsatz der jungen Gäste. "Viele touristische Einrichtungen müssen instandgesetzt werden. Wir werden Sitzbänke, Schutzhütten und Wanderschilder reparieren und somit den Waldbesuchern eine besser Infrastruktur bieten", ergänzt Silas Tepper.



"Nachhaltige Forstwirtschaft noch längst kein weltweiter Standard"


Besonderen Wert legten die Landesforsten auf nachhaltiges Handeln, praktische Naturschutzarbeit und Verständnis für die historische Entwicklung der Harzer Wälder. Dies spiele auch im Forstamt Seesen eine große Rolle. Deswegen wird das Workcamp gezielt auch dort eingesetzt. Der Schutz von Lebensräumen bei gleichzeitige schonender Bewirtschaftung sei im Harz Tradition. "Nachhaltige Forstwirtschaft unter strengen ökologischen Auflagen, wie wir sie praktizieren, ist heute noch längst kein weltweiter Standard", betont der Leiter des Forstamtes Seesen, Henning Geske. Dieses unterstützt auch finanziell seit vielen Jahren den IJGD-Einsatz im Oberharz.


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"Als Landesforsten wollen wir einen kleinen Beitrag zum internationalen Verständnis untereinander leisten. Die jungen Gäste tragen den Gedanken der Nachhaltigkeit in ihre Länder und helfen mit, Waldbewirtschaftung als Gemeinwohlaufgabe zu verstehen", sagt Geske. Das Wanderheim des Harzklubs in Wildemann ist drei Wochen lang die neue Heimat für die jungen Gäste aus Europa. Ihren Aufenthalt organisieren sie im Rahmen eines kleinen, vorgegebenen Budgets selbst. Vom Einkaufen über Kochen bis zum Abwaschen und Aufräumen wird alles in eigener Zuständigkeit übernommen.


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