Goslar. Nach einer Spende der Haßdorf-Stiftung und der Bürgerstiftung Goslar von drei Defibrillatoren an den Kommunalen Präventionsrat der Stadt Goslar im letzten Jahr, geht die Stadt Goslar nun in Kooperation mit der Asklepios Harzklinik Goslar einen weiteren wichtigen Schritt zur Verbesserung der Notfallversorgung. Mit der Einführung eines stadtweiten Defibrillatoren-Katasters erhalten Bürger künftig einen schnellen Überblick über öffentlich zugängliche Defibrillatoren (AED-Geräte) im gesamten Stadtgebiet.
Ziel des Katasters sei es, im Ernstfall wertvolle Zeit zu sparen und die Überlebenschancen bei plötzlichem Herzstillstand deutlich zu erhöhen. Defibrillatoren können auch von medizinischen Laien sicher bedient werden und leisten entscheidende Hilfe, bis professionelle Rettungskräfte eintreffen. „Jede Minute zählt. Mit dem neuen Kataster schaffen wir Transparenz und ermöglichen es den Menschen in Goslar, im Notfall schnell zu handeln und Leben zu retten,“ so Sprecher beider Kooperationspartnerinnen.
Abrufbar in der Goslar App
Das Kataster wird sowohl online als auch über mobile Anwendungen, wie beispielsweise in der Goslar App, zugänglich sein. Bürgerinnen und Bürger können dort die nächstgelegenen Standorte von Defibrillatoren einsehen. Darüber hinaus ist vorgesehen, das Verzeichnis regelmäßig zu aktualisieren und kontinuierlich auszubauen. Mit dem Defibrillatoren-Kataster setzen die Stadt Goslar und die Asklepios Harzklinik Goslar ein deutliches Zeichen für bürgerschaftliches Engagement und eine moderne Daseinsvorsorge. Sehr erfreulich sei zudem die kontinuierliche Erweiterung des Defibrillatoren-Angebots: Erst vor Kurzem wurden am Marktplatz und in der Kaiserpassage zwei weitere AED-Geräte installiert.
Defibrillatoren melden
Ein zentraler Bestandteil des Kataster-Projekts ist die aktive Einbindung der Öffentlichkeit. Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Vereine und Institutionen sind aufgerufen, ihre vorhandenen Defibrillatoren zu melden, damit das Kataster möglichst vollständig und aktuell bleibt. In der nun beginnenden Testphase soll das Projekt von der Bevölkerung begleitet werden, um Angebot und Funktionen gezielt weiterzuentwickeln. Darauf weist Sandy Hammerl, zuständig für den Bevölkerungsschutz bei der Stadt Goslar und Geschäftsführerin des Kommunalen Präventionsrats, hin und unterstreicht die Bedeutung des Gesamtprojekts. Für Rückfragen und Anregungen steht sie unter der Telefonnummer 05321 704-321 sowie per E-Mail an sandy.hammerl@goslar.de zur Verfügung.
„Die Idee für das Defibrillatoren-Kataster entstand im Kommunalen Präventionsrat“, erläutert Hammerl weiter. „Im weiteren Verlauf wurde das Konzept von Mitarbeitenden der Stadtverwaltung Goslar aufgegriffen und mithilfe von KI-Unterstützung zu einem Prototypen weiterentwickelt, der in Kürze in der Goslar-App verfügbar und testbar ist. Um die Funktionen zu testen, muss die entsprechende Kachel allerdings zunächst im Dashboard der App hinzugefügt und gespeichert werden.“ Im Rahmen des MachMit-Prozesses wird die Bevölkerung nun eingeladen, diesen Prototypen aktiv mitzugestalten und weiterzuentwickeln. Für die Anmeldung eines Defibrillators ist eine Meldung per E-Mail an machmit@goslar.de erforderlich. Dabei sollen Angaben zum Standort, einschließlich Adresse oder Koordinaten, zum Betreiber, zu den Zugangszeiten, zu einer Ansprechperson für Rückfragen sowie eine kurze stichpunktartige Beschreibung des Standortes gemacht werden. Die Pflege der Daten übernimmt zunächst das MachMit!-Team, perspektivisch ist eine Überführung der Pflege in andere Strukturen vorgesehen.
Info-Veranstaltung im MachMit!Haus
Darüber hinaus sind alle Interessierten eingeladen, sich aktiv einzubringen. Wer Ideen zum Kataster hat, sich für Softwareentwicklung interessiert oder einen Blick hinter die Kulissen werfen möchte, kann donnerstags von 13 Uhr bis 18 Uhr im MachMit!Haus, Markt 7, 38640 Goslar, vorbeischauen und mitwirken. Auch für Hilfestellung bei der Einrichtung der Kachel für das Defibrillatoren-Kataster steht das Team des MachMit!Hauses gerne zur Verfügung.

