Grüne fordern Übergewinnsteuer für Ölkonzerne

Angesichts des erneut heftig steigenden Ölpreises werfen die Grünen der Bundesregierung vor, die Bürger bei den hohen Spritpreisen im Stich zu lassen.

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Tankstelle (Archiv)
Tankstelle (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Berlin. Angesichts des erneut heftig steigenden Ölpreises werfen die Grünen der Bundesregierung vor, die Bürger bei den hohen Spritpreisen im Stich zu lassen. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Andreas Audretsch sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", Ölkonzerne verdoppelten, verdreifachten oder verfünffachten ihre Gewinne derzeit - auf Kosten aller, die tanken müssten. Deutschland brauche dringend eine Übergewinnsteuer, bekräftigte er.


Die Preiskurve für Öl geht seit einiger Zeit wieder nach oben. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent kostete am Mittwoch erstmals seit dem 24. Juli wieder mehr als 100 US-Dollar, also rund 86 Euro.

Audretsch kritisierte auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Dieser sage einfach nur nein, ohne Vorschlag oder Lösung, und lasse die Menschen im Stich. Zugleich sieht der Grünen-Politiker Energieministerin Katherina Reiche (CDU) in der Pflicht. Diese verbünde sich lieber mit großen Öl- und Gaskonzernen in den USA, statt Ölkonzerne in die Schranken zu weisen.

Dieses Vorgehen treibe Deutschland weiter in die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten. Man müsse Deutschland unabhängig von Preisschocks an der Tankstelle machen, sagte Audretsch. Nötig seien dafür ein Umstieg auf E-Mobilität und günstige E-Autos made in Germany.

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