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1.391 statt 525,6: Inzidenz nach Angaben des Landkreises Helmstedt deutlich höher als vom RKI



1.391 statt 525,6: Inzidenz nach Angaben des Landkreises deutlich höher als vom RKI

regionalHeute.de fragte beim Landkreis Helmstedt nach, wie diese großen Unterschiede zu erklären sind.

von Alexander Dontscheff


Symbolbild
Symbolbild Foto: pixabay

Helmstedt. In den vergangenen Tagen gab es eine große Diskrepanz zwischen den Corona-Infektionswerten, die das Robert-Koch-Institut für den Landkreis Helmstedt veröffentlichte und denen, die der Landkreis selbst auf seiner Internetseite veröffentlicht. So hatte nach RKI Angaben gestern der Landkreis Helmstedt mit einer 7-Tage-Inzidenz von 399,9 den mit Abstand niedrigsten Wert im Land. Das Dashboard des Landkreis wies dagegen mit 1.234,7 eine mehr als dreimal so hohe Inzidenz aus. Am heutigen Mittwoch sieht es ähnlich aus. Während das RKI 525,6 angibt, nennt der Landkreis selbst 1.391. Wir fragten beim Landkreis Helmstedt nach, wie diese großen Unterschiede zu erklären sind.



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"Aufgrund der hohen Anzahl positiver Ergebnisse, konnten diese in den vergangenen Wochen nicht tagesaktuell an das RKI gemeldet werden, auch wenn täglich Ergebnisse übermittelt wurden. Die Diskrepanz entsteht durch die Zuordnung der Meldungen beim RKI zu dem tatsächlichen Testdatum und nicht wie beim Dashboard zum Tag der Meldung", erklärt ein Landkreissprecher.



Vorgehen soll geändert werden


Als konkretes Beispiel seien am 15. März 200 positive Ergebnisse gemeldet worden, die allerdings bereits am 8. März festgestellt worden seien. Beim RKI würden die Meldungen dann zum 8. März hinzugefügt und fielen somit aus der 7-Tage-Inzidenz. Auf dem Dashboard des Landkreises werden sie dagegen für den 15. März gezählt und werden in der Inzidenz berücksichtigt. "Damit entspricht die Inzidenz des RKI nicht den vorhandenen Gegebenheiten, während die Inzidenz des Dashboards in etwa der Realität entspricht", so der Landkreissprecher. Diese Vorgehensweise werde aber ab sofort geändert, damit wieder tagesaktuell an das RKI gemeldet werden könne. Die älteren Testergebnisse würden separat an das RKI nachgemeldet, so dass innerhalb der nächste Woche wieder eine Übereinstimmung erzielt werden könne.


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