Helmstedt. An zwei Abenden erinnert der Landkreis an die Gründung der Universität Helmstedt im Jahr 1576. Im Rahmen eines Festaktes am 17. Oktober spricht Prof. Dr. Norbert Lammert, zwei Tage zuvor wird ein neues Ausstellungskabinett mit einer Sonderschau zur Universitätsgründung eröffnet.
Am 15. Oktober 2026 ist es genau 450 Jahre her, dass die von Herzog Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel gegründete Universität Helmstedt feierlich eröffnet wurde. Hieran erinnert eine neue Ausstellung im Kreis- und Universitätsmuseum, die in einem erstmals genutzten Ausstellungskabinett Untergeschoss des Juleums gezeigt wird. Die Ausstellungseröffnung beginnt um 18 Uhr in der Ehemaligen Universitätsbibliothek mit einem öffentlichen Vortrag von Dr. Matthias Meinhardt über „Anfang und Ende. Warum Helmstedt eine Universität bekam und sie wieder verlor“. Der Leiter der Kreismuseen betrachtet dabei zwei Ereignisse gemeinsam, die für die Geschichte der Stadt und Region Helmstedt gleichermaßen von großer Bedeutung waren. Im Anschluss kann die neue Ausstellung im Untergeschoss des Juleums bei Erfrischungen besucht werden. Die Teilnahme an der Ausstellungseröffnung ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.
Festakt mit Prof. Dr. Norbert Lammert
Zwei Tage später, am Samstag, 17. Oktober, 17 Uhr, lädt der Landkreis Helmstedt anlässlich des Gründungsjubiläums zu einem Festakt in die Aula des Juleums ein. Der Minister für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen, Falko Mohrs, wird ein Grußwort an die
Gäste richten. Sodann hält der Bundestagspräsident a. D. Prof. Dr. Norbert Lammert einen Festvortrag über „Wahrheit und Freiheit – zum Verhältnis von Politik und Wissenschaft“. Die Geschichte der Universität Helmstedt lehrt viel über den langen und oft auch steinigen Weg von der Fürstenuniversität des 16. Jahrhunderts bis zur modernen Wissenschaftsfreiheit, ohne die demokratische Gesellschaften nicht denkbar sind. Der Festvortrag knüpft hieran an und fragt nach der nicht immer spannungsfreien Beziehung zwischen Wissenschaft und Politik. Dabei fließen die über Jahrzehnte erworbenen Erfahrungen Prof. Dr. Lammerts in der deutschen Politik und als Bundestagspräsident ein.
Anmeldung erforderlich
Das Ensemble BraunschweigBAROCK wird den Festakt mit Musik aus drei Jahrhunderten der Helmstedter Universitätsgeschichte bereichern. Der Cellist Henning Bundies hat hierfür mit seinem Mitmusikern eigens historische Kompositionen aus dem nahen Umfeld der Universität Helmstedt einstudiert, die seit langer Zeit nicht mehr erklungen sind. Die Teilnahme am Festakt ist nur nach Anmeldung unter
kultur@landkreis-helmstedt.de möglich. Auskünfte zu allen Veranstaltungen erteilt die Kulturabteilung des Landkreises Helmstedt ebenfalls unter dieser E-Mail-Adresse.

