Helmstedt. Das Niedersächsische Landeskabinett hat sich in seiner Sitzung am heutigen Dienstag mit dem aktuellen Bericht zur Strukturförderung im Landkreis Helmstedt befasst. Der Bericht zeige, dass der Strukturwandel im ehemaligen Braunkohlerevier kontinuierlich vorankommt und zentrale Projekte erfolgreich umgesetzt oder weiterentwickelt werden.
Im Fokus stehen Vorhaben, die unmittelbar zur wirtschaftlichen und sozialen Stärkung der Region beitragen, heißt es in einer Pressemitteilung der Niedersächsischen Landesregierung. Der Strukturwandel im Landkreis Helmstedt vollziehe sich dabei vor dem Hintergrund des vom Bund beschlossenen Kohleausstiegs bis 2038, den der Bund mit Strukturhilfen für die betroffenen Regionen flankiert. Diese Mittel eröffnen neue wirtschaftliche und soziale Perspektiven und ermöglichen die Umsetzung zentraler Projekte, die 2025 weiter konkretisiert wurden.
Offleben als wichtiger Baustein
Ein wichtiger Baustein ist der geplante Bau eines sozialen Quartiersbildungs- und Nahversorgungszentrums im Helmstedter Ortsteil Offleben. Das Vorhaben richtet sich insbesondere an weniger mobile Bevölkerungsgruppen und schafft zugleich einen dringend benötigten sozialen Treffpunkt. Damit leistet das Projekt einen konkreten Beitrag zu einem lebendigen Ortsleben im ehemaligen Kernrevier.
Neues Gewerbegebiet bei Königslutter
Deutliche Fortschritte gibt es zudem bei einem der zentralen Zukunftsprojekte der Region: der Entwicklung eines großflächigen, nachhaltig ausgerichteten Gewerbegebiets am Autobahnkreuz A2/A39 bei Königslutter am Elm. Entsprechende Förderanträge für Planungs- und erste Umsetzungsmaßnahmen wurden auf den Weg gebracht. Perspektivisch sollen hier neue Arbeitsplätze entstehen und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Region nachhaltig gestärkt werden.
Auch bereits bewilligte Maßnahmen zeigen zunehmend Wirkung. Insbesondere im Bereich der Gründungs- und Innovationsförderung sind positive Effekte erkennbar, die den wirtschaftlichen Strukturwandel langfristig unterstützen. Zugleich werden weitere strukturstärkende Projektideen geprüft und konkretisiert, sodass mit zusätzlichen Förderentscheidungen zu rechnen ist.
Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne betont: „Der Landkreis Helmstedt zeigt, dass Strukturwandel aktiv gestaltet werden kann. Hier werden gezielt die Voraussetzungen für Wachstum, Innovation und gute Arbeitsplätze geschaffen. Ziel ist es, aus einem ehemaligen Kohlerevier einen wirtschaftlich starken, ökologisch nachhaltigen und sozial lebenswerten Zukunftsraum zu entwickeln. Der eingeschlagene Weg ist richtig und zeigt bereits Wirkung.“
Hintergrund:
Der Bund hat den Kohleausstieg bis 2038 beschlossen und unterstützt betroffene Regionen mit Strukturhilfen. Bis 2038 stehen für die Region Kohlestrukturhilfen des Bundes in Höhe von bis zu 90 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel sollen den Strukturwandel unterstützen, wirtschaftliches Wachstum fördern und Arbeitsplätze sichern, während der Kohleausstieg voranschreitet. Das Kabinett wird einmal jährlich über den Stand der laufenden sowie die Initiierung neuer Projekte durch die Regionalministerin informiert.

