Helmstedt. Bislang ist das Baugebiet Höltgeberg im Helmstedter Ortsteil Barmke keine Erfolgsgeschichte. Bislang will dort keiner hin. Es gibt derzeit keine Kaufinteressenten für die dortigen Baugrundstücke – und das obwohl die Stadtverwaltung seit April 2025 für das Gebiet wirbt. Jetzt geht sie den nächsten Schritt, um doch noch Interessenten zu gewinnen und zu überzeugen, und senkt den Kaufpreis pro Quadratmeter deutlich.
Entschieden hatte darüber der Rat der Stadt in seiner jüngsten Sitzung. In der Begründung zu dem Schritt führt die Verwaltung in der Beschlussvorlage noch mal ihre Bemühungen dar. So hatte das Rathaus unter anderem Interessenten direkt angeschrieben, auf Social-Media für die Grundstücke die Werbetrommel gerührt und Hausbaufirmen informiert. Alles vergebens. Es kamen insgesamt drei Interessenten zusammen, die alle einer nach dem anderen wieder abgesprungen sind.
Stadt Helmstedt senkt die Grundstückspreise
Die Konsequenz aus diesen Misserfolgen lautet: "Nachdem die Vermarktung der Baugrundstücke im Baugebiet Höltgeberg in Barmke nicht die erwünschte Nachfrage mit sich brachte, hat die Stadt Helmstedt nun die Grundstückspreise je Quadratmeter gesenkt", heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus. Darin erklärt Bürgermeister Wittich Schobert: „In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Rat der Stadt Helmstedt die Quadratmeterpreise im Baugebiet vereinheitlicht und je Quadratmeter auf 159,90 Euro reduziert.“
Zuvor seien die Preise je nach Lage des Baugrundstückes aufgerufen worden und haben zwischen 159 und 179 Euro je Quadratmeter gelegen, die zusätzlich zum Grundpreis einen lagebedingten Qualitätsaufschlag von 10 bis 25 Euro pro Quadratmeter beinhalteten. Mit dem Ratsbeschluss erhoffe sich die Stadt nun, das Käuferinteresse zu steigern. „Diese rund 160 Euro stellen die tatsächlich entstandenen Erschließungskosten dar und bringen der Stadt Helmstedt keinen Gewinn“, erklärt Schobert.
Nachhaltiges Konzept bleibt erhalten
Am nachhaltig ökologischen Konzept – dieses war hier und da kritisiert worden – wolle die Stadt jedoch festhalten, heißt es in der Pressemitteilung. So soll der Energiebedarf der Immobilie mit dem geplanten Nahwärme-Konzept möglichst vollständig über erneuerbare Energieträger gedeckt werden. „Der Ortsrat Barmke hat sich intensiv damit auseinandergesetzt, wie man ein Baugebiet entwerfen kann, das modernen, ökologischen Gesichtspunkten entspricht. Dieses Konzept ist zukunftsweisend und soll entsprechend realisiert werden“, findet Schobert.
Falls jetzt jemand zum "Schnäppchenpreis" doch zuschlagen möchte, verweist die Stadt auf Informationen auf ihrer Homepage , dort sind zum Beispiel alle Baugrundstücke aufgelistet, sowie auf Christof Wirth vom städtischen Fachbereich Immobilien, Hoch- und Tiefbau, der telefonisch unter (05351) 175411 oder per E-Mail an christof.wirth@stadt-helmstedt.de für Fragen dazu erreichbar ist.

