Langanhaltender Stromausfall in der Nacht hatte es hier in sich

Der Katastrophenschutzstab war alarmiert. Es gab einige brenzlige Situationen. Insgesamt dauerte der Stromausfall länger als zunächst eingeschätzt.

Ein langanhaltender Stromausfall. beschäftigte den Katastrophenschutz in Helmstedt (Symbolbild).
Ein langanhaltender Stromausfall. beschäftigte den Katastrophenschutz in Helmstedt (Symbolbild). | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Helmstedt. Wie der Landkreis Helmstedt jetzt berichtet, hatte ein Stromausfall in der Nacht zum vergangenen Sonntag einen Einsatz des Katastrophenschutzes ausgelöst. Mehrere Stunden waren verschiedene Einsatzkräfte unterwegs, um Gefahren abzuwenden. In einer Pressemitteilung des Landkreises heißt es, dass am Sonntag um 1:57 Uhr die Leitstelle Helmstedt-Wolfsburg den kleinen Katastrophenschutzstab alarmiert habe. Der Grund war ein Stromausfall, der noch voraussichtlich drei Stunden andauern sollte. Kreisbrandmeister, Abschnittsleiter der Feuerwehren, der Landrat und der Erste Kreisrat fanden sich an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in der Nordstraße ein und verschafften sich einen Überblick über die Situation.



Bedingt durch das Gewitter und einen Einschlag war die Stromversorgung in der Stadt Königslutter und weiten Teilen der Samtgemeinde Nord-Elm unterbrochen. Bereits kurze Zeit später meldete die Feuerwehr eine heimbeatmete Person, deren Akku diese voraussichtlichen drei Stunden nicht durchgehalten hätte. Die Feuerwehr sicherte die Situation vor Ort. Zudem war der Rettungsdienst des Landkreises sensibilisiert und hätte unverzüglich drei Beatmungsgeräte über einen Gerätewagen bereitstellen können.

Gefahr für den Straßenverkehr: Schranken am Bahnübergang funktionierten nicht


Die Feuerwehr der Stadt Königslutter entschied sich, die Anlaufstellen für Stromausfälle zu besetzen, um beispielsweise Notrufe aufzunehmen und weiterzuleiten, denn ohne Strom funktioniert auch kein Telefon. Nach und nach stellte der Netzbetreiber mit seinen Technikerteams die Stromversorgung in den Ortschaften wieder her.


Auf der wegen Bauarbeiten gesperrten Eisenbahnstrecke sei ein Arbeitszug mit zu hoher Geschwindigkeit an einem beschrankten Bahnübergang vorbeigefahren. Die Signalanlage und die Schranken funktionierten zu diesem Zeitpunkt nicht. Dies sei eine gefährliche Situation für den Straßenverkehr gewesen, betont die Landkreisverwaltung in ihrer Pressemitteilung. Zufällig anwesende Feuerwehrleute konnten mit der Handykamera ein entsprechendes Foto anfertigen und sicherten anschließend die Bahnstrecke, sollten noch weitere Züge fahren.

Weitere Abfragen zur Kritischen Infrastruktur erfolgten aus der Feuerwehrtechnischen Zentrale und ergaben für den Landkreis keinen weiteren Handlungsbedarf. Lediglich die Ortschaft Langeleben war ohne Strom und konnte nicht mehr mit Wasser versorgt werden. Das DRK hat für die Bewohner des dortigen Seniorenheims Kaffee gekocht und das AWO-Psychiatriezentrum hat auf Vermittlung von Bürgermeister Alexander Hoppe (Königslutter am Elm) ein Mittagessen organisiert. Damit ein Notruf möglich ist, blieben Feuerwehrleute vor Ort und hatten über den Digitalfunk jederzeit die Möglichkeit, die Leitstelle in Wolfsburg über Notfälle unverzüglich zu informieren.

Gegen 9:30 Uhr wurde der Einsatz beendet. Es habe sich gezeigt, dass Stromausfälle manchmal länger dauern können, als einem lieb ist und als sie vom Netzbetreiber eingeschätzt worden sind. Torsten Wendt, Erster Kreisrat und als Vorstand zuständig für Brand- und Katastrophenschutz: „Unterm Strich ist dies ein weiterer Einsatz, der zeigt, wie wichtig gute Strukturen in den Feuerwehren und Hilfsorganisationen bis hin zu den Rathäusern und zum Landkreis sind. Den Auftrag, die Bevölkerung nach Kräften zu schützen, nehmen wir gerne wahr. Trotzdem müssen wir immer wieder auch darauf hinweisen, dass die Bevölkerung auch Eigenvorsorge für länger anhaltende Stromausfälle betreiben sollte. Dies unterstützt im Einsatz die Hilfsdienste sehr.“