Peine. Beschäftigte des Peiner Klinikums planen am 12. Mai um 16 Uhr eine Kundgebung auf dem Marktplatz in Peine. Der Betriebsrat und die Gewerkschaft ver.di fordern Investitionen in die Zukunft des Hauses und Sicherheit für die Beschäftigten in der Krise. Das teilt ver.di in einer Pressemitteilung mit.
Gewerkschaft und Betriebsrat sehen die Zukunft des Hauses in Peine optimistischer. Nachdem der Landkreis Peine weitreichende Zusagen für eine Übernahme des Klinikums gemacht hatte und der Landkreis begonnen hat, sich mit anderen kommunalen Häusern in der Region abzustimmen (regionalHeute.de berichtete), warten nun alle auf Investitionszusagen des Landes, denn ohne Investitionen werden keine langfristigen Lösungen für das Haus gefunden werden können. Doch wie soll das Krankenhaus in Peine in Zukunft aussehen? Betriebsratsvorsitzende Christine Leckelt erklärt dazu: „Wir wollen ein Haus, das gute Pflege und Versorgung in den Mittelpunkt stellt. Dazu ist die Personalfrage, die entscheidende. Nur wenn Kolleginnen und Kollegen gern im Peiner Klinikum arbeiten, kann das Haus eine Zukunft haben. Das wäre auch ein Vorteil gegenüber privaten Krankenhausbetreibern. Das muss bei der Entwicklung eines neuen Hauskonzepts unbedingt mitbedacht werden.“
Neustart mit einem tragfähigen Konzept
Viele Beschäftige erhoffen sich von der Übernahme durch den Kreis einen Neustart für das Klinikum mit einem tragfähigen Konzept. Besonders die engen Abstimmungen zwischen den Kommunen, die ebenfalls Häuser in der Region betreiben, sind aus Sicht des Betriebsrates ein positives Signal. Am kommenden Dienstag wollen die Beschäftigten des Klinikums Peine nun für ihre Zukunft eine Kundgebung durchführen. Gewerkschaftssekretär Bruno Gerkens erklärt dazu: „Am 12. Mai ist der Tag der Pflege. Wir gehen an diesem Tag für die Interessen der Krankenhausbeschäftigten auf die Straße. Dabei geht es uns nicht nur um die Insolvenz. Das Verhalten der Regierungen in der Krise hat bei vielen Krankenhausbeschäftigten für Unmut gesorgt. Einerseits gibt es verbal viel Lob, andererseits werden Personaluntergrenzen ohne Not aufgeweicht und Arbeitszeitgrenzen ausgeweitet. Wertschätzung geht anders.“
Der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Markus Ritter ergänzt: „Jetzt kann die Politik zeigen, dass sie es ernst meint mit den Beschäftigten im Gesundheitsbereich. Die Übernahme des Hauses durch den Kreis und klare Investitionszusagen durch das Land, wären ein tolles Signal an alle Beschäftigten im Gesundheitsbereich.“
Kundgebung unter Auflagen
Am 12. Mai um 16 Uhr werden die Beschäftigten eine Kundgebung auf dem Marktplatz in Peine abhalten. Aufgrund der aktuellen Situation wird die Teilnehmeranzahl auf 50 begrenzt bleiben. Die Veranstalter fordern alle Teilnehmenden dazu auf, Abstand zu halten und Mund-Nasen-Schutzmasken zu tragen. Christine Leckelt erklärt: „Wir sind sehr dankbar für die Solidarität, die wir aus anderen Betrieben und von Bürgerinnen und Bürgern erfahren. Besonders freuen wir uns über die Unterstützung der IG Metall und des DGB, die mit Vertretern bei der Kundgebung dabei sein werden.“

