Polizei entsetzt über das Verhalten von Gaffern

21. Juli 2019
Auch für die Beamten war der Einsatz auf der B241 weder ein leichter, noch ein alltäglicher. Foto: Alexander Panknin
Goslar. Nach dem tödlichen Verkehrsunfall auf der B241 fand die Polizeiinspektion in einer Pressemitteilung deutliche Worte zu den 'Gaffern', die sich an der Unglücksstelle aufhielten um, so die Polizei: "In verantwortungsloser Manier ihre Neugierde nachgehen zu können." Den Text von Polizeisprecher Reiner Siemers veröffentlichen wir im folgenden unkommentiert und ungekürzt.

Nach Bekanntwerden des schweren Unfalls hat es immer wieder Gaffer – Schaulustige oder Interessierte mögen wir diese Personen nicht nennen – an die Unfallstelle gezogen, um sich das Ganze möglichst live und aus der Nähe ansehen und vor allem in verantwortungsloser Manier ihrer Neugierde nachgehen zu können. Meine Kolleginnen und Kollegen und insbesondere ich, finden dieses Verhalten – gelinde gesagt – widerlich und wissen wirklich nicht, was in den Köpfen dieser Leute vorgeht.

Da haben Eltern, Großeltern, Verwandte und Bekannte in den Morgenstunden ihre Liebsten verloren, haben unerträgliches Leid erfahren – und unsere sensationslüsternen Mitmenschen haben offenbar nichts Besseres zu tun, als sich ins Auto zu setzen, zum Ort des Geschehens zu fahren und sich, weil die Unfallstelle schließlich schon geräumt ist, an den dort vorhandenen Schäden und Spuren zu ergötzen. Das ist einfach unbegreiflich!

Wir appellieren an dieser Stelle noch einmal ganz deutlich an den hoffentlich noch vorhandenen gesunden Menschenverstand – hört bitte auf, den Unfallort aufzusuchen, Eure Autos in unmittelbarer Nähe am Fahrbahnrand abzustellen oder den Bereich im Schritttempo zu passieren. Es gibt dort wirklich nichts Aufsehenerregendes zu sehen!

Für uns grenzt es an ein Wunder, dass es dort aufgrund des verantwortungs- und rücksichtslosen Verhaltens einiger Personen in den letzten Stunden nicht zu weiteren Unfällen gekommen ist.

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