Säureattacke: Landgericht verurteilt 27-Jährige wegen versuchten Mordes

Seit Anfang April musste sich eine 27-Jährige vor Gericht wegen versuchtem Mord und schwerer Körperverletzung verantworten. Heute fiel das Urteil.

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Der Prozess wurde am  Landgericht Braunschweig geführt.
Der Prozess wurde am Landgericht Braunschweig geführt. | Foto: Matthias Kettling

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Braunschweig. Das Landgericht Braunschweig hat eine 27-jährige Frau wegen versuchten Mordes zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Die Frau soll im vergangenen November ihren Ex-Mann mit Ameisensäure übergossen und ihn so schwer verletzt haben.



Die Staatsanwaltschaft warf ihr vor, ihren Mann während der Trennungsphase gezielt in den Keller des gemeinsamen Hauses gelockt und dort mit der Säure attackiert zu haben. Als mögliches Motiv wurden finanzielle Interessen genannt, darunter eine Risikolebensversicherung. Das Opfer wurde bei dem Angriff lebensbedrohlich verletzt, ist infolge der Attacke erblindet.

12 Jahre Haft


Im Februar hatte die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben, am 9. April startete der Prozess vor dem Braunschweiger Landgericht. Am heutigen Mittwoch fiel das Urteil: Die 27‑Jährige wurde zu zwölf Jahren Haft wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit schwerer und gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Freiheitsstrafe gefordert. Die Nebenklage hatte ebenfalls eine lebenslange Freiheitsstrafe und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld gefordert. Darüber hinaus ist die Kammer dem Antrag der Nebenanklage gefolgt und hat dem Geschädigten ein Schmerzensgeld in Höhe von 250.000,00 Euro zugesprochen. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch, berichtet Gerichtssprecherin Lisa Rust auf Nachfrage von regionalHeute.de.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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