Arbeitskreis Stadtgeschichte feierte 40. Geburtstag

Die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Salzgitters war der Auslöser für die Gründung des Vereins.

Der Arbeitskreis Stadtgeschichte feierte am vergangenen Wochenende sein 40-jähriges Bestehen.
Der Arbeitskreis Stadtgeschichte feierte am vergangenen Wochenende sein 40-jähriges Bestehen. | Foto: Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V.

Salzgitter. Mit großer Begeisterung und einer beeindruckenden Resonanz feierte der Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V. seinen 40. Geburtstag mit einem Sommerfest in der Alten Feuerwache. Trotz widriger Wetterbedingungen konnte der Arbeitskreis zahlreiche Gäste begrüßen, die der Einladung gefolgt waren. Sie ließen sich die Stimmung nicht verderben und genossen einen Tag voller Erinnerungen, Anerkennung und Gemeinschaft. Das berichtet der Arbeitskreis in einer Pressemeldung.



Oberbürgermeister Frank Klingebiel betonte in seinem Grußwort die bedeutende Rolle des Arbeitskreises in der zivilgesellschaftlichen Landschaft der Region. Die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Salzgitters war der Auslöser für die Gründung des Vereins. Bis in die 80er Jahre war die Geschichte der Konzentrationslager im Salzgittergebiet weitgehend verdrängt und vergessen.

Trägerverein der Gedenkstätte


Seit vier Jahrzehnten leistet der Verein nun Engagement im Bereich der historisch-politischen Bildungsarbeit zum Thema Nationalsozialismus und hat viele Projekte realisiert. Am Anfang stand das Ziel: die Errichtung der Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte. Der Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V. ist heute nicht nur der Trägerverein der Gedenkstätte, sondern auch ein anerkannter und etablierter Träger historisch-politischer Bildungsarbeit, der sich aktiv gegen „Rechts“ engagiert. Er bietet ein breites Spektrum an zeitgeschichtlichen, regionalen und überregionalen Themen an und organisiert regelmäßig Kulturveranstaltungen, Bildungsurlaube und Seminare.

Die Grundlage für diese Arbeit bildet nach wie vor das große Engagement der Bürgerinnen und Bürger sowie die Unterstützung der IG Metall, des Betriebsrats der Salzgitter Flachstahl. Verlässliche Partner sind außerdem die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und die Stadt Salzgitter.

Tombola und Kaffee und Kuchen


Eine besondere Attraktion des Festes war die Tombola, die bei den Gästen sehr beliebt war und für eine ausgelassene Stimmung sorgte. Zudem wurde für das leibliche Wohl gesorgt: Kaffee und Kuchen, Wein und Bier ließen keine Wünsche offen und boten den Besuchern eine angenehme Möglichkeit, sich auszutauschen und das Jubiläum gebührend zu feiern.

Der Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V. bedankt sich bei allen Gästen, Unterstützern und Partnern für ihre langjährige Treue und ihr Engagement. Die Feier zum 40-jährigen Bestehen war ein großer Erfolg und hat gezeigt, dass der Arbeitskreis weiterhin eine wichtige Rolle in der Vermittlung von Geschichte und politischer Bildung einnimmt, so das Fazit des Vereins. Der Arbeitskreis sucht immer wieder neue Mitglieder. Durch eine Mitgliedschaft, die 60 Euro im Jahr kostet, können Bürger aktiv an der Erforschung, Dokumentation und Aufarbeitung der Geschichte Salzgitters teilhaben.


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