ADAC Spritpreisvergleich: So schneidet Niedersachsen ab

Nicht nur regionale Unterschiede, sondern auch das Preisgefälle zwischen Autobahn und Landstraße wird deutlich.

Der ADAC empfiehlt, Tankstopps vorausschauend zu planen und möglichst abseits der Autobahn zu tanken.
Der ADAC empfiehlt, Tankstopps vorausschauend zu planen und möglichst abseits der Autobahn zu tanken. | Foto: ADAC/Martin Hangen

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Niedersachsen. Wer zum Tanken die Autobahn verlässt, kann weiterhin deutlich sparen. Das zeigt eine ADAC Vollerhebung der über 14.000 deutschen Tankstellen einschließlich der rund 360 Autobahntankstellen. Demnach lagen die Kraftstoffpreise an Autobahntankstellen im Erhebungszeitraum vom 6. bis 19. April 2026 – noch ohne Tankrabatt – durchschnittlich rund 33 Cent pro Liter über den Preisen an Straßentankstellen.



Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. In den ostdeutschen Bundesländern und im Saarland waren die Preise an Autobahntankstellen vergleichsweise günstiger als im Bundesdurchschnitt. Niedersachsen landete dagegen in der oberen Bundesmitte (2,43 Euro beziehungsweise 2,61 Euro). Hier zahlten die Autofahrerinnen und Autofahrer durchschnittlich 2,45 Euro für einen Liter Super E10 und 2,64 Euro für einen Liter Diesel. Die teuersten Autobahntankstellen lagen in Bayern und Rheinland-Pfalz.

Anderes Bild abseits der Autobahn


Bei den Straßentankstellen zeigte sich ein anderes Bild: Im Südwesten waren die Preise durchschnittlich am niedrigsten, im Osten am höchsten. In Niedersachsen kostete ein Liter Super E10 im Schnitt 2,11 Euro, für Diesel wurden durchschnittlich 2,29 Euro verlangt. Bundesweit lagen die Durchschnittspreise bei 2,10 Euro für Super E10 und 2,28 Euro für Diesel.

Trotz der regionalen Unterschiede lohnt es sich nahezu überall, die Autobahn zum Tanken zu verlassen. Je nach Tankfüllung können Autofahrerinnen und Autofahrer laut ADAC bei einem Tankstopp abseits der Autobahn mehr als zehn Euro sparen. Eine begleitende Umfrage zeigt zudem: 63 Prozent der Befragten würden für günstigere Kraftstoffpreise die Autobahn verlassen, 42 Prozent bereits bei einer Ersparnis von zehn Cent pro Liter.

"Erhebliche Preisunterschiede nicht nachvollziehbar"


Der ADAC kritisiert die weiterhin hohen Kraftstoffpreise an Autobahntankstellen. Aufschläge durch Konzessionen und den Rund-um-die-Uhr-Betrieb seien zwar nachvollziehbar, die teils erheblichen Preisunterschiede jedoch nicht.

Gerade auf langen Autofahrten machen sich hohe Kraftstoffpreise schnell bemerkbar. Der ADAC empfiehlt daher, Tankstopps vorausschauend zu planen und möglichst abseits der Autobahn zu tanken. Im Durchschnitt lassen sich so gut 30 Cent pro Liter sparen. Wer vor Fahrtantritt die Preise vergleicht, kann auch zwischen den Straßentankstellen deutliche Unterschiede erkennen und gezielt eine günstigere Station ansteuern.

Hilfe durch Apps


Dabei können Apps und Vergleichsportale helfen, zum Beispiel die Spritpreis-App "ADAC Drive". Zudem empfiehlt es sich, den Zeitpunkt des Tankstopps zu berücksichtigen und möglichst kurz vor 12 Uhr zu tanken, da die Preise mittags täglich deutlich erhöht werden.

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