Salzgitter. Am gestrigen Donnerstagabend kam es gegen 20:20 Uhr auf einem Feld zwischen den Ortschaften Lesse und Reppner zu einer offenbar kontrollierten Sprengung. Die Detonation war so stark, dass selbst aus größerer Entfernung eine Druckwelle in einem Fahrzeug deutlich spürbar war. Der Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt dauerte mehrere Stunden. Die Hintergründe sind bislang unklar.
Ein Augenzeuge, der sich zum Zeitpunkt des Geschehens in der Nähe befand, berichtet von zwei kurz aufeinanderfolgenden Explosionen. Zunächst sei eine kleinere Detonation zu beobachten gewesen, unmittelbar darauf eine wesentlich stärkere. In der Ferne seien dabei verschiedenfarbige Lichterscheinungen zu erkennen gewesen, die an ein Feuerwerk erinnerten. Die zweite Explosion sei so kräftig gewesen, dass die Druckwelle selbst in einem weiter entfernten Auto wahrgenommen werden konnte.
Großaufgebot und Straßensperrung
Die Verbindungsstraße zwischen Lesse und Reppner war schon vor der Sprengung über mehrere Stunden gesperrt. Polizei und Feuerwehr sicherten den Bereich weiträumig ab. Vor Ort waren nach Angaben des Augenzeugen außerdem drei Mitarbeiter des Ordnungsamtes zu sehen. In einiger Entfernung von der Absperrung befand sich ein deutlich erkennbares Sprengloch auf einem Feld. In dessen Nähe standen ein Bagger, ein Traktor mit Transportanhänger sowie ein Lkw der Polizei.
Gegen 21 Uhr wurde die Straßensperrung schließlich aufgehoben und die Verbindung zwischen Lesse und Reppner wieder für den Verkehr freigegeben. Anwohner reagierten erschrocken auf die Detonationen. Laut Aussagen einiger Anwohner wurde nicht im Vorfeld darüber informiert. Vor Ort gab es keine Auskunft über die Hintergründe der Sprengung.


