Salzgitter. Er gehört der Liste der "Bahnhöfe" an, die bei der Stationsoffensive der Deutschen Bahn ein großes "Update" bekommen sollten: der Bahnhalt in Salzgitter-Thiede. Zwischenzeitlich hieß es, der Neubau an der Wolfenbütteler Straße sollte 2026 fertig sein. Wie regionalHeute.de berichtete, wurde daraus nichts. Im Frühjahr hatte die DB InfraGo gar einen Planungsstopp verkündet – Wiederaufnahme ungewiss. Der Rat der Stadt Salzgitter hatte die Verwaltung im Mai dieses Jahres dann beauftragt, die Gespräche mit dem Regionalverband aufzunehmen, um bei dem Projekt Tempo zu machen. Jetzt kommt eine Sachstandsmeldung dazu aus dem Rathaus.
Der Regionalverband hatte damals die Notbremse gezogen, da die Kosten für den Neubau laut Planung zu hoch werden würden. Eine Neuplanung sei also notwendig. Doch eben diese ist bislang nicht in Sicht gewesen. Laut der Mitteilungsvorlage der Stadt habe nun das Gespräch zwischen Stadtverwaltung und dem Regionalverband Ende Juni stattgefunden. Die Regionalverbandsverwaltung habe dabei mitgeteilt, dass die Verbandsversammlung bei ihrer nächsten Sitzung am 24. September über eine Beschlussvorlage abstimmen soll. Damit könnten die für die Umplanungen des Bahnhalts benötigten Mittel freigegeben werden.
Umplanungen Anfang 2027
Sobald der Beschluss gefasst ist, könne die Verbandsverwaltung die Planungsleistungen ausschreiben und vergeben. "Der Regionalverband rechnet damit, dass die Umplanungen Anfang 2027 beginnen können", heißt es in der Mitteilungsvorlage der Stadtverwaltung weiter. Auf Basis dieser Umplanungen könne dann die Kostenschätzung für den Haltepunkt fortgeschrieben werden. Danach müssen DB und Regionalverband vereinbaren, wer von beiden welche Teile der Kosten tragen wird.
Es kann daher alles noch eine Weile dauern. Die Stadt schreibt jedenfalls: "Ein Planfeststellungsbeschluss wird nicht vor 2028 erwartet, sodass mit dem Baubeginn der Station frühestens in 2030 gerechnet wird." Diese Zeitschiene sei vorläufig und werde durch den Regionalverband im Laufe des weiteren Verfahrens angepasst. Die Verwaltung der Stadt werde das weitere Vorgehen Anfang 2027 mit der Verbandsverwaltung abstimmen.

