Region. Ab sofort können sich naturwissenschaftlich und raumfahrtbegeisterte Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren aus ganz Deutschland für den 13. Deutschen CanSat-Wettbewerb bewerben, den das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mitorganisiert. Darauf weist das DLR in einer Pressemitteilung hin.
Der Wettbewerb bietet Teams die Möglichkeit, einen eigenen Minisatelliten zu entwickeln, zu bauen und zu testen sowie eine selbst konzipierte wissenschaftliche oder technische Mission umzusetzen. So erleben sie Raumfahrt praxisnah von der ersten Idee bis zum Raketenstart.
In Größe einer Getränkedose
Ein CanSat („Dosensatellit“) hat die Größe und Form einer handelsüblichen Getränkedose. Trotz seines kompakten Formats vereint er zahlreiche Technologien, die auch in echten Satelliten zum Einsatz kommen. Über einen Zeitraum von rund sechs Monaten übernehmen die Teams den gesamten Entwicklungsprozess ihres Satelliten, von der Konzeption über die Konstruktion und Programmierung bis hin zu Tests und der Auswertung der erhobenen Messdaten. Dabei setzen sie ihre Raumfahrtmission eigenständig um.
Der Höhepunkt des Wettbewerbs findet vom 15. bis 19. März 2027 in der „City of Space“ Bremen statt. Dort treffen die zehn ausgewählten Teams aus ganz Deutschland zusammen und lassen ihre CanSats mit einer Modellrakete auf rund 700 Meter Höhe steigen. Während des anschließenden Sinkflugs erfassen die Minisatelliten Luftdruck und Temperatur im Rahmen der verpflichtenden Primärmission. Darüber hinaus sammeln sie Daten für ihre selbst entwickelte Sekundärmission, die sie anschließend auswerten und einer Fachjury aus Wissenschaft und Industrie präsentieren.
Von der Idee bis zur eigenen Raumfahrtmission
Ein CanSat-Team besteht aus mindestens vier Jugendlichen ab 14 Jahren sowie einer betreuenden Person, beispielsweise einer Lehrkraft oder einer Mentorin oder einem Mentor. Neben der verpflichtenden Primärmission entwickelt jedes Team eine eigene wissenschaftliche oder technische Sekundärmission. Frühere Projekte beschäftigten sich unter anderem mit der Messung der Luftqualität, der Erkennung von Waldbrandgefahren, Anwendungen Künstlicher Intelligenz oder innovativen Satellitenkonzepten.
Der Deutsche CanSat-Wettbewerb vermittelt weit mehr als technisches Know-how, betont das DLR. Die Teilnehmer erwerben Kompetenzen in Projektmanagement, Teamarbeit, wissenschaftlichem Arbeiten und Kommunikation. Sie planen und organisieren ihr Projekt eigenständig, dokumentieren ihre Fortschritte und präsentieren ihre Ergebnisse einer Fachjury. So sammeln sie wertvolle Erfahrungen, die sie auf Ausbildung, Studium und Beruf vorbereiten.
Vorbereitender Workshop
Während des gesamten Wettbewerbs werden die Teams von erfahrenen Jurymitgliedern begleitet. Ein vorbereitender Workshop unterstützt zudem Lehrkräfte sowie Mentorinnen und Mentoren bei der Durchführung des Projekts.
Bei der Startkampagne in Bremen erhalten die Teilnehmer außerdem exklusive Einblicke in Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Raumfahrtbranche. Sie lernen die Branche unmittelbar kennen. Der Wettbewerb lädt zum direkten Austausch mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Industrie ein.
Bis Anfang Oktober bewerben
Interessierte Teams können sich bis Sonntag, 4. Oktober 2026, unter www.cansat.de bewerben. Dort finden sich alle Informationen zum Wettbewerb, den Teilnahmebedingungen und den technischen Anforderungen.
Der Deutsche CanSat-Wettbewerb wird von der NextGen Space Education gUG im Auftrag von ESERO Germany, dem deutschen Bildungsbüro der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), koordiniert und gemeinsam mit nationalen sowie regionalen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung umgesetzt.

