Schulze räumt Fehler im Wahlkampf gegen AfD ein

Sachsen-Anhalts CDU-Spitzenkandidat und Ministerpräsident Sven Schulze hat Versäumnisse und Fehleinschätzungen seiner Partei im Wahlkampf gegen die AfD eingeräumt.

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Wahlplakate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt (Archiv)
Wahlplakate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Magdeburg. Sachsen-Anhalts CDU-Spitzenkandidat und Ministerpräsident Sven Schulze hat Versäumnisse und Fehleinschätzungen seiner Partei im Wahlkampf gegen die AfD eingeräumt. Er selbst und seine Partei hätten die AfD und ihren emotionalisierenden Wahlkampf "ein bisschen unterschätzt", sagte Schulze im Tagesspiegel-Podcast "Im Osten".


"Wir sind kommunalpolitisch sehr aktiv, haben überall Stadträte, Gemeinderäte, Bürgermeister. Aber das reicht nicht", so der Spitzenkandidat, der in Umfragen seit Wochen weit hinter der AfD liegt. "Die CDU muss wieder stärker auf den Marktplätzen und bei den Menschen sein." Die Partei habe sich "vielleicht zu sehr darauf verlassen, dass das, was wir tun, ausreichend ist. Das ist es definitiv nicht", so Schulze.

Die CDU habe den Fehler gemacht, Themen zu meiden, die nicht zu den "Kernkompetenzen" der Partei gehörten. "Nach diesem Wahlkampf bin ich überzeugt: Wir müssen Themen ansprechen, die nicht CDU-eigen, aber den Menschen wichtig sind", so Schulze. Dazu gehöre die Meinungsfreiheit. Die AfD habe plakatiert, man dürfe wieder sagen, was man denke, wenn sie regiere. "Da haben bei uns viele Leute gesagt: Quatsch, es ist doch jedem klar, dass die Meinungsfreiheit den Menschen gehört und nicht einer Partei." Trotzdem habe er die Meinungsfreiheit in seinem Wahlkampf zum Thema gemacht und "lange nicht mehr so große Säle gefüllt". Dazu gehörten die in der CDU umstrittenen Veranstaltungen mit dem Komiker Dieter Hallervorden, der auf der Bühne auch kritische Lieder auf Mitglieder der Bundesregierung angestimmt hatte.

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