Sternstunden im Sommer: Wenn der Nachthimmel Wünsche wahr werden lässt

Eine kosmische Staubspur sorgt in diesem Sommer wieder für einen leuchtenden Himmel über der Region.

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Symbolfoto. | Foto: Pixabay

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Region. Die warme Jahreszeit lädt wie keine andere dazu ein, die Abende im Freien zu verbringen. Wer in den warmen Monaten nach dem Sonnenuntergang den Blick nach oben richtet, wird mit einem besonderen Naturschauspiel belohnt. Der Sommerhimmel schickt wieder jede Menge "Wunscherfüller" durch die Nacht.



Das sommerliche Sternschnuppen-Phänomen der Perseiden ist ein verlässlicher Gast am Nachthimmel. Bereits ab dem 17. Juli öffnet sich das kosmische Zeitfenster, wenn die Erde auf ihrer Umlaufbahn in die Staubspur des Kometen Swift-Tuttle eintritt. Dringen diese winzigen Kometen-Staubkörner in die Erdatmosphäre ein, verglühen sie durch die hohe Reibungsgeschwindigkeit und ziehen als leuchtende Sternschnuppen über das Firmament. Im Volksmund werden sie auch als „Laurentius-Tränen“ bezeichnet, benannt nach dem christlichen Märtyrer, dessen Gedenktag traditionell im August gefeiert wird.

Vom sanften Auftakt zum großen Finale im August


Während im Juli die Zahl der Sternschnuppen noch moderat ist und sich langsam von Nacht zu Nacht steigert, verdichtet sich der Partikelstrom im darauffolgenden Monat deutlich. Besonders zwischen dem 10. und 14. August ist mit erhöhter Aktivität zu rechnen. Das eigentliche Maximum der Perseiden wird in den Nächten vom 12. auf den 13. sowie vom 13. auf den 14. August erwartet. Steht das namensgebende Sternbild Perseus in diesen Nächten hoch am Himmel, ziehen theoretisch über 100 Meteore pro Stunde durch das All. In der Praxis und mit bloßem Auge sind unter realen Bedingungen meist maximal 25 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen, was dennoch für ein beeindruckendes Himmelstheater sorgt. Da die Hauptnächte in diesem Jahr kurz nach Neumond liegen, stört kein helles Mondlicht die Dunkelheit, sodass auch die schwächeren Lichtstreifen gut erkennbar sind.

Die besten Bedingungen für den Blick nach oben


Wer die Sternstunden des Sommers optimal erleben möchte, sollte die hellen Lichter der Städte meiden und ländliche Regionen oder höher gelegene Plätze aufsuchen. Zudem benötigt das menschliche Auge etwa zwanzig Minuten, um sich vollständig an die Dunkelheit anzupassen. Der Verzicht auf den Blick auf das Smartphone-Display hilft dabei, die Nachtsicht zu bewahren und den Blick frei für die funkelnden Streiflichter des Sommers zu halten.

Eine seltene Sonnenfinsternis zur Dämmerung


Der August hält neben dem Sternschnuppenregen jedoch noch eine weitere Besonderheit bereit. Am frühen Abend des 12. August schiebt sich der Mond vor die Sonne und sorgt für eine partielle Sonnenfinsternis.