Seesen. Ein ereignisreicher Donnerstag liegt hinter den Einsatzkräften der Ortsfeuerwehr Seesen. Innerhalb weniger Stunden wurden die Feuerwehrkräfte zu zwei Einsätzen auf der Autobahn 7 alarmiert. Das berichtet die Ortsfeuerwehr Seesen in einer Pressemitteilung.
Der erste Einsatz erfolgte am Donnerstagmorgen um 8:40 Uhr. Die Ortsfeuerwehr Seesen wurde zu einem brennenden Auto auf die Autobahn 7 in Fahrtrichtung Hannover alarmiert. Kurz hinter der Anschlussstelle Seesen stand ein Fahrzeug auf dem Seitenstreifen, das im Frontbereich brannte.
Autobahn voll gesperrt
Über das Seesener Löschgruppenfahrzeug wurde die Brandbekämpfung mit einem Mittelschaumrohr eingeleitet. Während der Löscharbeiten musste die Autobahn zeitweise voll gesperrt werden. Der Verkehr wurde über die Anschlussstelle Seesen von der Autobahn abgeleitet. Gegen 9:45 Uhr konnte die Einsatzstelle an die Autobahnpolizei übergeben werden.
Die Fahrzeuge waren gerade wieder einsatzbereit gemacht und die ersten Kameradinnen und Kameraden verließen die Feuerwehrwache, als die Feuer- und Rettungsleitstelle Goslar die Kräfte der Ortsfeuerwehr Seesen um 10:10 Uhr erneut alarmierte.
Drei beteiligte Sattelzüge
Infolge des Rückstaus auf der Autobahn 7 kam es aus Richtung Echte kommend, etwa zwei Kilometer vor der Anschlussstelle Seesen in Fahrtrichtung Hannover, zu einem Verkehrsunfall mit insgesamt drei beteiligten Sattelzügen. Ein mit Getränkekisten beladener Sattelzug fuhr auf einen mit Neuwagen beladenen Autotransporter auf. Dabei verteilten sich zahlreiche Getränkekisten über die gesamte Fahrbahn.
Der Fahrer des auffahrenden Lkw wurde verletzt, war jedoch nicht eingeklemmt. Er war ansprechbar, konnte sein Fahrzeug aber nicht mehr selbstständig verlassen. Ebenfalls alarmiert wurden die Feuerwehren aus Echte und Kalefeld, Rettungsdienstkräfte aus den Landkreisen Goslar und Northeim sowie der Rettungshubschrauber Christoph 44.
Aufgrund des Rückstaus war die Einsatzstelle nur schwer zu erreichen. Die Besatzung des Seesener Rüstwagens unterstützte in Abstimmung mit dem Rettungsdienst sowie gemeinsam mit den Kräften aus Echte und Kalefeld die Rettung des verletzten Fahrers. Mithilfe der Rettungsplattform des Rüstwagens konnte dieser schonend aus seiner Fahrerkabine geholt werden.
Diesel trat aus
Das Seesener Löschgruppenfahrzeug stellte währenddessen den Brandschutz sicher. Aus einem stark beschädigten Kraftstofftank eines beteiligten Sattelzuges trat Diesel aus. Dieser wurde parallel zu den Rettungsmaßnahmen von den Kräften aus Echte und Kalefeld aufgefangen.
Der verletzte Fahrer wurde nach der notfallmedizinischen Versorgung an der Einsatzstelle mit dem Rettungshubschrauber Christoph 44 in eine Klinik nach Göttingen geflogen.
Gegen 12 Uhr konnten die Kräfte der Ortsfeuerwehr Seesen die Einsatzstelle verlassen. Im Einsatz befanden sich insgesamt 15 Fahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst mit rund 50 Einsatzkräften.



