Wolfenbüttel/Salzgitter. Venenleiden gehören in Deutschland zu den Volkskrankheiten, wobei Krampfadern die häufigste Form darstellen. Rund 30 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sind davon betroffen. Im MVZ Chirurgie Salzgitter und dem Städtischen Klinikum Wolfenbüttel hat sich Facharzt Wilko Wolf auf eine besonders schonende Venenbehandlung spezialisiert. Was dies für die Patienten in der Region bedeutet, teilt das Klinikum in einer Pressemitteilung mit.
„Die meisten Menschen denken bei der Entfernung von Krampfadern an eine unangenehme Operation, die unschöne Narben an den Beinen hinterlässt“, berichtet Wilko Wolf, Facharzt für Chirurgie und Phlebologe und somit Spezialist für die Diagnose, Behandlung und Prävention von Venenerkrankungen. Diese Vorstellung entspreche jedoch dank modernen, sogenannten endovaskulären Therapien nicht mehr der Realität. Anders als beim früheren Standardverfahren, dem „Stripping“, bei dem die erweiterte Stammvene mittels Drahtsonde herausgezogen wurde, wird die Vene dank hochspezialisierter Laserbehandlung von innenher verschlossen.
Gesundheitliche Vorteile bei geringer Belastung
„Die Operation erfolgt ausschließlich ambulant, unter örtlicher Betäubung und minimal-invasiv, es ist also keine Narkose oder stationäre Aufnahme notwendig“, erläutert Wolf den Eingriff, von dem vor allem ältere Patienten profitieren würden, da es sich bei endovaskulären Therapien um besonders schonende Eingriffe handelt. Auf eben diese hat sich der gebürtige Wolfenbütteler Mediziner spezialisiert.
Erfahrung aus Schwedens größtem Venenzentrum
Expertise sammelte er vor allem in Schweden. Als Arzt im Praktikum Anfang der 2000er in der Region Örebro gestartet, folgte nach dreijähriger hausärztlicher Tätigkeit die Facharztausbildung zum Allgemeinchirurgen am Universitätskrankenhaus Örebro, wo er anschließend fachärztlich und oberärztlich tätig war. 2019 dann der Wechsel ans „Venencentrum Karlskoga“, dem größten öffentlichen Venenzentrum Schwedens. Hier spezialisierte sich Wolf auf die endovaskuläre Venentherapie und leitete schließlich im Rahmen der Tätigkeit am Venenzentrum die multidisziplinäre Wundsprechstunde für die gesamte Region Örebro.
„2023 kehrte ich aus familiären Gründen nach Wolfenbüttel zurück und erhielt das Angebot, am Klinikum sowie MVZ Chirurgie Salzgitter am Aufbau eines Venenzentrums federführend mitzuwirken“, so Wolf, der in den Folgejahren zusätzlich die Fachkunde für Medizinische Laseranwendungen sowie die Zusatz-Weiterbildung Phlebologie erwarb bzw. absolvierte. „Seit Anfang dieses Jahres können viele unserer gesetzlich versicherten Patienten die hochspezialisierten Verfahren der endovaskulären Venentherapie im MVZ Chirurgie Salzgitter in Anspruch nehmen“, berichtet der Facharzt für Venenerkrankungen. Zwar übernehme schon ein Großteil der Krankenkassen die Kosten, jedoch noch nicht alle.
Behandlungsverlauf in einer Hand
Ob ein Eingriff überhaupt notwendig ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: „Wir verfügen über eine langjährige Erfahrung in der Diagnostik und beraten unserer Patienten selbstverständlich auch hinsichtlich konservativer, nicht operativer Therapien“, so Wilko Wolf. Der große Vorteil für die Patienten sei zudem, dass der gesamte Behandlungsverlauf – von der Diagnose bis zur Nachsorge – in einer Hand liege. Weitere Informationen sind auf der Homepage des MVZ Chirurgie Salzgitter zu finden.

