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Wissenschaftsminister Thümler fordert Ende der Forschungskooperationen mit Russland



Wissenschaftsminister Thümler fordert Ende der Forschungskooperationen mit Russland

"Ich bin der Überzeugung, dass in der gegenwärtigen Kriegssituation auch die Hochschul- und Wissenschaftspolitik nicht unberührt bleiben kann", so Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler.

Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler. (Archivbild)
Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler. (Archivbild) Foto: Anke Donner

Niedersachsen. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine sorgt in der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik für einen drastischen Kurswechsel in Bezug auf das Verhältnis zum größten Land der Erde. Dieser Kurswechsel wird von einer breiten parlamentarischen Mehrheit, aber vor allem auch von der Gesellschaft getragen. Wissenschaftsminister Björn Thümler schließt sich dieser Linie uneingeschränkt an: "Ich bin der Überzeugung, dass in der gegenwärtigen Kriegssituation innerhalb Europas auch die Hochschul- und Wissenschaftspolitik nicht unberührt bleiben kann. Ein ‚business as usual' darf es nicht geben." Das geht aus einer Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur hervor. Mittlerweile hat die TU Braunschweig ihre Kooperation eingestellt. Mehr dazu lesen Sie hier.



Thümler fordert daher die niedersächsischen Hochschulen auf, ihren Beitrag zu einem starken Signal gegen die Infragestellung der europäischen Friedensordnung zu leisten und die Kooperationsbeziehungen mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen in Russland bis auf Weiteres einzufrieren, aktive Kooperationen einzustellen und keine neuen Kooperationen zu beschließen. "Alle Hochschul- und Forschungskooperationen mit Russland sollten wir jetzt auf Eis legen!" Vor dem Hintergrund der beschlossenen Sanktionsmaßnahmen gegen Russland müsse insbesondere jede Form von Zahlungsverkehr eingestellt werden.

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"Die Stärkung zivilgesellschaftlicher Kräfte, die sich für eine Beendigung des Krieges einsetzen und die gegebenenfalls auf der Grundlage langjähriger persönlicher Kontakte im Einzelfall möglich scheint, ist nach meiner Überzeugung in der gegenwärtigen Situation die einzig vertretbare Form des Austauschs mit russischen Kolleginnen und Kollegen", so der Minister weiter. "Sie sind aber ausdrücklich nicht als Bestandteil einer ‚science diplomacy' zu verstehen, wie wir sie aus friedlichen Zeiten mit schwierigen Partnern kennen."

Kooperationen in unserer Region


Die TU Braunschweig unterhält eine Kooperation mit einer Universität in Russland.
Die TU Braunschweig unterhält eine Kooperation mit einer Universität in Russland. Foto: Dontscheff


Die TU Braunschweig unterhält eine Kooperation mit der Staatliche Universität für Wirtschaft und Finanzen in Sankt Petersburg. Die Ostfalia hat Kooperationen mit der Technischen Universität Izhevsk, der Staatlichen Technische Universität Kaliningrad im ehemaligen Königsberg, der Staatlichen Universität Togliatti, Staatlichen Universität Sotschi und der Staatlichen Pädagogischen Universität Wologda. Die Hochschule für bildende Künste in Braunschweig pflegt keine Partnerschaften zu russischen Universitäten.


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