BBU: Protestaktion vor der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage




Die Proteste gegen die Urananreicherungsanlage (UAA) im westfälischen Gronau reißen nicht ab. Nach der gestrigen Aktion gegen den Export von Atommüll nach Frankreich demonstrieren AtomkraftgegnerInnen heute auf den Zufahrtswegen der Anlage.

Sie haben vor dem Tor der Anlage zwei Dreibeine aus Holzstämmen aufstellen können. Kletterer erklommen diese sog. Tripods und versuchen nun, so lange wie möglich auszuharren, um den Betrieb der Anlage zu stören.

Die ganze atomare Produktions- und Verwertungskette, die von Gronau aus bedient wird, birgt unverantwortliche Gefahren: vom Uranabbau, bei dem die Lebensgrundlagen der oftmals indigenen Bevölkerung ruiniert werden, bis hin zum radioaktiven Müll, für den es kein sicheres Endlager gibt. Wer "ja" sagt zur Urananreicherung, der riskiert Unfälle von gefährlichen Urantransporten in der ganzen Welt, exportiert Rohstoffe für atomare Massenvernichtungswaffen und geht das Risiko eines Super-GAUs ein.

„Die Gefahren der Atompolitik gehen uns alle an – ob am einen Ende von Deutschland oder am anderen Ende der Welt. Darum machen wir verstärkt Aktionen gegen die Uranfabrik in Gronau.“, begründet ein Aktivist das Vorgehen.

Die Protestaktion dauert an „Wir sind gekommen um zu bleiben – wir fordern die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen weltweit – wir fangen hier bei der UAA an“.

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und seine örtliche Mitgliedsorganisation, der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau) solidarisieren sich mit der Aktion. Beteiligt sind vor Ort auch Aktive der Umweltschutzorganisation Robin Wood, die auch im BBU organisiert ist. 

Der BBU, der AKU Gronau und andere Initiativen und Verbände fordern gemeinsam von der rot-grünen Landesregierung in Düsseldorf die Aufhebung aller Genehmigungen zum Betrieb der Urananreicherungsanlage. Udo Buchholz, Gronauer Vorstandsmitglied des BBU betont: "Die Gefahren der Gronauer Urananreicherungsanlage sind bekannt. Ständig kommt es zu Pannen und Unfällen, die Anlage ist nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert und das Uran-Freilager schon gar nicht. Zudem gibt es für den ständig anfallenden Uranmüll absolut kein Entsorgungskonzept. Aus all diesen Gründen kann die Landesregierung die Genehmigungen zum Betrieb der Anlage von heute auf morgen aufheben!"


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