Diskussionen um die Asse



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Wolfenbüttel. Auf der 57. Mahnwache gab es am Montag, den 2. März, zwar nicht das befürchtete stürmische Wetter, dafür aber eine umso lebhaftere Diskussion.

Über die Gefährdung durch das vom Absaufen bedrohte Bergwerk Asse II besagt das gar nichts, es solle sich wohl nur möglichst harmlos anhören, war am Montag die einhellige Meinung. Diese Verharmlosung wurde mit der letzten Ausgabe der Asse Einblicke als Beilage der Süddeutschen Zeitung auch überregional verbreitet.

„Zahlenspielchen“ können auch in die andere Richtung betrieben werden. Das zeigen unter anderem die folgenden Beispiele, die auf der Mahnwache genannt wurden:

Das chemotoxische Inventar erwähnt der Präsident des BfS gar nicht, dabei lagern in der Schachtanlage Asse II u. a. 497 Kilogramm Arsen, das sind 497.000.000 Milligramm. Die Aufnahme von etwa 60 bis 170 Milligramm Arsen sind für einen Menschen tödlich. Also lagern in Asse II rund 3.000.000 bis 8.000.000 tödliche Dosen Arsen.

Außerdem lagern dort u. a. 102 Tonnen Uran und 28 Kilogramm Plutonium.
Die Veranstalter der Mahnwache, die Wolfenbütteler "AtomAusstiegsGruppe" und die "BürgerAktion" Sichere Asse, waren sehr zufrieden mit dem Interesse und der intensiven Diskussion, aus der sie einige Anregungen für ihre weitere Arbeit mitnehmen konnten – auch zu den Themen Zwischenlagersuche und Asse-Fonds.