Einmalig in Niedersachsen: Diesen Studiengang gibt es nur an der Ostfalia

Neues Angebot am Campus Wolfenbüttel in Kooperation mit Einrichtungen und Trägern ist stark nachgefragt.

Beim Gründungstreffen des Beirats zum neuen dualen Studiengang Soziale Arbeit (von links): Felix Siebert (Stellv. Geschäftsführer/Prokurist, Diakonische Dienste Goslar), Prof. Dr. Sandra Verena Müller (Dekanin der Fakultät Soziale Arbeit), Prof. Dr. Andrea Friedrich (Sozialdezernentin, Landkreis Peine), Prof. Dr. Claudia Kaiser (Studiendekanin, Fakultät Soziale Arbeit), Karl Gröpler (Leiter des Praxisamts, Fakultät Soziale Arbeit), Prof. Dr. Sina Motzek-Öz (Prodekanin Fakultät Soziale Arbeit), Volker Tetzel (Fachbereich Kinder, Jugend und Familie, Stadt Braunschweig)
Beim Gründungstreffen des Beirats zum neuen dualen Studiengang Soziale Arbeit (von links): Felix Siebert (Stellv. Geschäftsführer/Prokurist, Diakonische Dienste Goslar), Prof. Dr. Sandra Verena Müller (Dekanin der Fakultät Soziale Arbeit), Prof. Dr. Andrea Friedrich (Sozialdezernentin, Landkreis Peine), Prof. Dr. Claudia Kaiser (Studiendekanin, Fakultät Soziale Arbeit), Karl Gröpler (Leiter des Praxisamts, Fakultät Soziale Arbeit), Prof. Dr. Sina Motzek-Öz (Prodekanin Fakultät Soziale Arbeit), Volker Tetzel (Fachbereich Kinder, Jugend und Familie, Stadt Braunschweig) | Foto: Stefan Thiede-Mysliewitz/Ostfalia

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Wolfenbüttel. Die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften erweitert ihr Studienangebot um ihren ersten akkreditierten dualen Studiengang. Zum Wintersemester 2026/27 startet am Campus Wolfenbüttel der Bachelorstudiengang „Soziale Arbeit Dual“ (B.A.). Damit bietet die Ostfalia als erste staatliche Hochschule in Niedersachsen einen dualen Studiengang Soziale Arbeit nach den Kriterien der Stiftung Akkreditierungsrat an, wie die Hochschule in einer Pressemitteilung berichtet.



Der Studiengang erfreue sich sehr großer Nachfrage. Zum Studienstart 2026/27 stünden bis zu 35 Studienplätze zur Verfügung, die großenteils vergeben seien. Für die kommenden Jahre könnten weitere Kooperationspartner hinzugenommen werden, um ein möglichst weites thematisches Spektrum bieten zu können.

Gemeinsam entwickelt – gemeinsam verantwortet


Der neue Studiengang wäre in enger Zusammenarbeit mit Städten, Landkreisen, Wohlfahrtsverbänden und sozialen Einrichtungen entwickelt worden. Hochschule und Praxispartner hätten das Curriculum gemeinsam konzipiert, um den Anforderungen moderner Sozialer Arbeit bestmöglich gerecht zu werden. Studieninteressierte müssen sich direkt bei den kooperierenden Praxiseinrichtungen bewerben. Voraussetzung für die Aufnahme des Studiums sei ein Arbeits- bzw. Studienvertrag mit einer dieser Kooperationseinrichtung – erst danach erfolge die Einschreibung an der Hochschule, für die Hochschulzugangskriterien erfüllt sein müssen.

Das duale Studienmodell verbinde wissenschaftliches Studium und berufliche Praxis von Beginn an. Während der Vorlesungszeit würden die Studierenden drei Tage pro Woche an der Hochschule und zwei Tage in ihrer Praxiseinrichtung verbringen. Für Prüfungen seien sie freigestellt, in den vorlesungsfreien Zeiten ebenfalls in ihren Einrichtungen tätig. Nach sieben Semestern könnten sie den Bachelorabschluss sowie die staatliche Anerkennung als Sozialarbeiterin beziehungsweise Sozialarbeiter erwerben. Ein zentrales Merkmal des Studiengangs sei die eigens entwickelte Modulreihe „Praxisbegleitung und Praxistransfer“, die den kontinuierlichen Theorie-Praxis-Transfer fördere. Kürzlich habe sich zudem ein Beirat am Campus Wolfenbüttel konstituiert. Dem Gremium gehören Vertreter*innen der Fakultät, eine zukünftige studentische Vertretung sowie Vertreter*innen aus der Praxis an – darunter freie und kommunale Träger. In seiner konstituierenden Sitzung hätte der Beirat den Grundstein für eine gemeinsame Geschäftsordnung gelegt, die den Rahmen für die künftige Zusammenarbeit festlegen soll.

Meilenstein für die Ostfalia und die Soziale Arbeit in Niedersachsen


„Duale Studiengänge sind stark nachgefragt. Sie bieten neben der besonders engen Verzahnung von Theorie und Praxis unseren Studierenden und Partnerunternehmen eine klare Perspektive. Wir freuen uns, dass wir mit der Sozialen Arbeit neben unseren Studiengängen im Praxisverbund nun auch ein duales Studium nach den Kriterien der Stiftung Akkreditierungsrat anbieten können – im Bereich Soziale Arbeit als erste staatliche Hochschule in Niedersachsen“, sagt Prof. Dr. Thomas Benda, Vizepräsident für Lehre und Weiterbildung der Ostfalia.

Der neue Studiengang baue auf den langjährigen Erfahrungen der Fakultät Soziale Arbeit in der praxisnahen Ausbildung von Fachkräften auf. Gleichzeitig eröffne er neue Möglichkeiten für Träger und Einrichtungen, qualifizierten Nachwuchs frühzeitig zu gewinnen und gezielt zu fördern.

„Berufspraxis und Hochschulausbildung sind in der Sozialen Arbeit seit Langem eng miteinander verknüpft. Durch den neuen dualen Studiengang werden unsere Studierenden die Möglichkeit bekommen, Erkenntnisse aus dem Studium unmittelbar in die Berufspraxis einzubringen – und umgekehrt berufliche Herausforderungen wissenschaftlich einzuordnen. Ein besonderer Dank gilt unseren Partnereinrichtungen wie Städten, Landkreisen und freien Trägern aus der Region““, erklärt Prof. Dr. Sandra Verena Müller, Dekanin der Fakultät Soziale Arbeit.

Großes Interesse – weitere Partner willkommen


Die Nachfrage nach dem neuen Studienangebot sei bereits vor dem Start sehr hoch: Für das Wintersemester 2026/27 würden keine weiteren Studierenden mehr aufgenommen werden können. Die beteiligten Praxispartner würden von Kommunen und Landkreisen bis hin zu freien sozialen Trägern reichen. Für die kommenden Jahrgänge sei die Ostfalia offen für weitere Kooperationsanfragen interessierter Einrichtungen und Träger.