Elm-Asse Grüne: "Asse-Fond nicht ausreichend"


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Schöppenstedt. Die Ratsmitglieder von Bündnis 90 /Die Grünen der Samtgemeinden Asse und Schöppenstedt trafen sich zu einer gemeinsamen Fraktionssitzung im Rathaus in Schöppenstedt. Thema bei dieser Sitzung war unter anderem auch das Asse-Strukturprogramm, da das Bergwerk Asse 2 zur neuen Samtgemeinde Elm-Asse gehört.

In einer Region, die bereits durch demographischen Wandel, Fördergefälle, Wegfall von Infrastruktur und Verkehrsanbindung erheblich unter Druck geraten ist, führt das Asse- Desaster zu einer massiven Verschlechterung der Wohnort- und Investitionsattraktivität und zu einer fatalen Reduzierung der Zukunftsfähigkeit. Das Asse-Strukturprogramm soll aus einem statischen und einem dynamischen Teil bestehen. Der statische Teil hat einen festen Umfang. Er dient dazu bereits eingetretene materielle und immaterielle Verluste auszugleichen. Der dynamische Teil ist wirksam, solange Abfall im Schacht Asse II oder in der Region verbleibt. Lutz Seifert sagt: „Der dynamische Teil des Asse-Strukturprogramms soll einen finanziellen Anreiz geben die Rückholung zu beschleunigen und den Atommüll möglichst schnell aus unserer schönen Gegend zu schaffen.“ Einig waren sich alle, dass das Angebot von Umweltministerin Barbara Hendricks 20 Jahre jährlich 500 000 Euro für einen Asse-Fond bereitzustellen nicht ausreichend ist. Zumal nach heutiger Planung auch erst in 20 Jahren mit dem Herausholen des Atommülls aus der Asse begonnen werden soll. Die Elm-Asse Grünen fordern 100 Millionen Euro und jährlich 10 Millionen Euro bis zur entgültigen Herausholung und Abtransport des Atommülls. Des Weiteren verwahren sie sich gegen ein Zwischenlager in der Asse. Es müsse in einer High-Tech-Gesellschaft möglich sein, den Müll zwar vor Ort zu verpacken, ihn danach aber sofort in ein Lager zu bringen und nicht Jahrzehnte auf dem Asseberg zu lassen. Die Gefahr eines terroristischen Anschlags ist nicht auszuschließen und würde die gesamte Gegend gefährden.

Ein weiteres Thema waren die Samtgemeinderatswahlen für die neue Samtgemeinde Elm-Asse am 16. November 2014. Das grüne Wahlprogramm wird in den nächsten Wochen erstellt. Einig waren sich die Teilnehmer, dass sich das Wahlprogramm an dem Grundsatz der Nachhaltigkeit ausrichten muss. Dieses beim Welt-Umwelt-Gipfel 1992 in Rio entwickelte Leitbild fordert soziale, wie ökologisch und ökonomisch tragfähige Entscheidungen.


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